Käufer oder Pächter für Kulturhalle Lohfelden gesucht

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Ein Bild aus den Anfangsjahren: So sah die Kulturhalle um 1950 aus. Später wurde das Gebäude umgebaut und erweitert.

Lohfelden. Es ist ruhig geworden um die traditionsreiche Kulturhalle am Friedrich-Ebert-Ring in Lohfelden. Der Hotel- und Gaststättenbetrieb wurde nach Beendigung des Pachtverhältnisses mit der bisherigen Betreiberin bereits am 1. Januar eingestellt. Eine Entscheidung über die Zukunft des Lokals mit dem aus den 40er-Jahren stammenden Saalbetrieb ist noch nicht gefallen.

Die Gemeinde wolle den Wirtschaftsbetrieb mit Gaststätte, Hotelzimmern und Wohnung verkaufen oder verpachten, sagte Kämmerer Jochem Wenigmann auf Nachfrage der HNA. „Der Saal wird jedoch in unserer Regie bleiben.“

Der Leiter der Immobilienabteilung im Lohfeldener Rathaus bestätigte Informationen unserer Zeitung, dass ein Gastronom, der zuvor schon einmal in Lohfelden aktiv war, konkretes Kaufinteresse bekundet habe. Zu geschäftlichen Details oder weiteren Angeboten wollte der Kämmerer keine Angaben machen.

Bis Ende vergangenen Jahres war der Gaststätten- und Hotelbetrieb mit der reizvollen Außenterrasse an der Kulturhalle an Ursula Hanke verpachtet. Nach zwanzigjähriger, erfolgreicher Tätigkeit mit ihrer Familie kommt sie auch jetzt noch im Auftrag der Gemeinde ein paar Mal im Monat vorbei, um langjährig betreute Gruppen weiterhin zu versorgen.

In diesen Tagen bietet die ehemalige Pächterin im Rahmen eines kleinen Flohmarktes Teile der gastronomischen Einrichtung zum Verkauf an. Nach Informationen unserer Zeitung soll der gutachterliche Schätzwert des zum Verkauf stehenden Teils der Kulturhalle bei mehr als 150 000 Euro liegen.

Ein Bild aus den Anfangsjahren: So sah die Kulturhalle um 1950 aus. Später wurde das Gebäude umgebaut und erweitert.

Das Gebäude ist allerdings insgesamt in die Jahre gekommen, sodass ein neuer Eigentümer (oder die Gemeinde im Falle einer erneuten Verpachtung) sicherlich zunächst einmal in das Lokal, die Küche und die fünf Hotelzimmer investieren müsste. Eine bauliche Umwandlung des Areals in Wohnungen, von der auch die Rede war, schloss der Kämmerer aus. Es sei aber noch nicht entschieden, in welcher Form die Gaststätte weitergeführt werde. „Auch ein reines Café ist denkbar“, sagte Jochem Wenigmann.

Der Leiter der Finanzabteilung verwies auf den Beratungsbedarf der gemeindlichen Gremien. Die Entscheidung über einen Verkauf oder eine langfristige Verpachtung liege letztlich bei der Gemeindevertretung, sagte Wenigmann. (ppw)

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