Heimatmuseum in Hohenkirchen zeigt eine Uniform und eine Ehrentafel von 1871

Für den Kaiser im Krieg gekämpft

Uniformmantel der kaiserlichen Armee: Siegfried Lange mit einer Schaufensterpuppe im Heimatmuseum Espenau. Fotos:  Wienecke

Espenau. Einen besonderen Ehrenplatz haben Walter Resek und Siegfried Lange für die restaurierte Ehrentafel im Heimatmuseum Espenau in Hohenkirchen gefunden. Die 1,85 mal 2,25 Meter Holztafel ergänzt nun den Uniformmantel und das Gewehr der kaiserlichen Armee, die im Museum bereits zu sehen waren.

40 Teilnehmer aus Hohenkirchen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/ 1871 werden in dem Namensverzeichnis aufgeführt. Am 26. November 1871 wurde die Tafel fertiggestellt. Sie unterteilt die aufgeführten „Krieger“ in Infanterie (Fußtruppe), Artillerie (an den Geschützen), Husaren (Soldaten zu Pferde) und die Soldaten der Garnison, des Standortes der Truppe.

„Viele Namen, die hier aufgeführt sind wie Damm, Burghardt und Engelbrecht, gibt es heute noch in Hohenkirchen“, erläutert der Museumsleiter Siegfried Lange.

Heinrich Staubesandt (90) ist mit seinem Namensvetter, der für Kaiser Wilhelm I. gekämpft hat, jedoch nicht verwandt. „Er war Stellmacher“, kann der frühere Landwirt aber berichten. „Meine Vorfahren kamen im 18. Jahrhundert aus Westfalen hierher, um im Eisenbergwerk am Ortsausgang Richtung Immenhausen als Bergleute zu arbeiten“, erzählt er.

Das Heimatmuseum Espenau in Hohenkirchen, Am Kirchberg 4, ist jeden ersten Sonntag im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt und Führungen: Siegfried Lange, Tel. 05673/ 7916.

Von Bettina Wienecke

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