Hessisches Kutschen- und Wagenmuseum stellt historisches Hilfsmittel für die Ernte aus

Kamm hilft beim Beerenpflücken

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Mit Auffangschale: Ein Beerenpflücker, der auch Beerenkamm genannt wird, im Kutschen- und Wagenmuseum.

Lohfelden. Das Gerät, das im Kutschenmuseum in Lohfelden zu sehen ist, besteht aus einer hölzernen Auffangschale, an der sich 26 Metallzinken befinden und einem Stil mit einem handlichen Griff. Doch zu welchem Zweck wird es wohl eingesetzt?

Horst Fehr weiß die Antwort. Seit Jahrzehnten sammelt der Leiter des Hessischen Kutschen- und Wagenmuseums bereits historische Werkzeuge und Arbeitsgeräte. Der Crumbacher verrät, dass es sich um einen Beerenpflücker, der auch Beerenkamm genannt wird, handelt.

Der Kamm wird zur Erntezeit durch Sträucher wie Heidelbeerbüsche gezogen, um die Beeren damit abzustreifen. Im Anschluss werden Blättchen und kleine Zweige noch mithilfe eines Siebes von den Beeren getrennt.

Heidelbeeren werden auch Blaubeeren oder Moosbeeren genannt. Der bis zu 60 Zentimeter hohe Strauch, der sich großflächig ausbreitet und über 30 Jahre alt werden kann, gehört zu der Familie der Heidekrautgewächse.

Die Ernte mit dem Beerenpflücker, der mancherorts auch Raffel genannt wird, geht wesentlich schneller als mit der Hand. Die Zweige der Pflanze können jedoch mit dem Gerät verletzt werden. Ferner werden mit dem Pflücker nicht nur reife, sondern versehentlich auch unreife Früchte abgestreift.

Hessisches Kutschen- und Wagenmuseum, Friedrich-Ebert-Ring 14, Lohfelden-Crumbach, jeden ersten Sonntag im Monat 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. 0561/51 68 94, Kontakt und Infos: www.kutschenmuseum.de

Von Bettina Wienecke

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