Kampagne

Sportler gegen Hautkrebs: Weltklasse-Athlet Lothar Leder in Baunatal

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Ein Sportler gegen Hautkrebs: Der Triathlet Lothar Leder in Baunatal. Foto: Bässe/nh

Baunatal. Viele Sportler unterschätzen die Gefahren, die bei Freiluftveranstaltungen durch Sonneneinstrahlungen drohen. Triathlet Lothar Leder war in Baunatal und informierte.

Während draußen die Sportler auf der Kampfbahn des Parkstadions in Baunatal in der prallen Sonne trainierten, gab es im Vereinsraum des KSV Baunatal eine Veranstaltung zum Thema Hautkrebs. „Nur wenige Sportler cremen sich vor einem Wettkampf oder beim Training ein. Sie nehmen das Thema Hautkrebs nicht ernst“, meint Profi-Triathlet Lothar Leder, der mit der Kampagne „Schatten, Shirt und Sonnencreme - Sportler gegen Hautkrebs“ beim KSV Baunatal gastierte. Hautkrebs sei gerade für Sportler ein ernstes Thema, da man die Sonne durch den Fahrtwind auf dem Fahrrad oder beim Schwimmen nicht so sehr merke, sagt Leder, der zum ersten Mal in Baunatal ist, aber Verwandtschaft in Kassel hat.

Die Vortragsreihe wurde von der Techniker Krankenkasse im Verbund mit dem Landessportbund und dem Ministerium für Soziales und Integration organisiert. Leder setzt sich für die Kampagne ein, da ihm „in der Vergangenheit selbst auffällige Muttermale am Rücken entfernt worden sind.“

Bei einem Wettkampf, der bis zu neun Stunden dauert, ist man der Sonne schutzlos ausgeliefert. Er selbst creme sich daher mit einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 ein. „Vor allem das Gesicht lässt man trotzdem oft frei, da die Sonnencreme dort stört“, sagt Leder. Es gebe aber sehr gute Sonnencremes mit Alkohol, die nicht mit der Konsistenz von früher zu vergleichen seien.

Leder erläuterte noch, dass die Trägerhemden, die man als Läufer trage, nicht ausreichend schützten. Daher habe er früher selbst oft Sonnenbrand gehabt. Hautarzt Dr. Barthold Horning, zuständig für die fachlichen Fragen, erklärt, dass die Haut nicht vergesse. Jeder Sonnenbrand trage also zum Hautkrebsrisiko bei. In seinem Vortrag erläutert er unter anderem die verschiedenen Hauttypen, die Entstehung von Hautkrebs und verschiedene Regeln zum Sonnenschutz. Lauter Beifall bestätigt das Interesse der wenigen Sportler vom KSV, die eine Pause von ihrem Training in Kauf genommen haben. (rax)

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