Kampf gegen den Herztod

Aktionstag in Ahnatalschule: Defibrillatoren können Leben retten

Wolfhard

Vellmar. Herzversagen ist in Deutschland die häufigste Todesursache. Bis zu 180.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des plötzlichen Herztodes. Mit so genannten Automatischen Externen Defibrillatoren (AEDs) können auch Laien das Leben von Menschen retten, die unter Kammerflimmern leiden.

Schulungen und Vorträge zum Thema gibt es am Samstag, 10 November, während eines Aktionstages in der Ahnatalschule Vellmar.

Von 10 bis 15 Uhr werden verschiedene Veranstaltungen angeboten. „Wir müssen die Bevölkerung über dieses Thema informieren und sensibilisieren“, sagt Rettungsassistent Timo Hausotter vom Projektteam „Herzsicheres Vellmar“. Informieren werden mit Vorträgen am Samstag, 10. November, Prof. Dr. Martin Konermann (MKH Kassel), Dr. med. Andreas Utech (Ambulantes Herzzentrum), Dr. Thorsten Müller (ärztlicher Leiter Rettungsdienst Kassel) und Dr. Samir Ragab (Praxis Vellmar).

Neben der DRK-Rettungshundestaffel sind auch eine Fahrzeugschau des DRK sowie der Vellmarer Feuerwehr zu sehen. Das DRK-Volunta-Team informiert über das Freiwillige Soziale Jahr und der DRK-Hausnotruf stellt seine Produkte vor. Die Ahnatal-Schule Vellmar begleitet diesen Tag mit einem Street-Soccer Turnier und einem Fotowettbewerb.

Auch Einweisungsschulungen an den AEDs wird es geben, dafür kann man sich vor Ort anmelden. 15 der lebensrettenden Defibrillatoren gibt es bereits in öffentlichen Gebäuden der Stadt Vellmar. Doch es sollen noch mehr werden. Zunächst sollen die einzelnen Stadtzentren versorgt werden. Am Ende könnten - auf das ganze Stadtgebiet verteilt - 30 bis 40 Geräte hängen, schätzen die drei Projektbetreuer, neben Hausotter noch Kardiologe Dr. Samir Ragab und Stadtbrandinspektor Wolfhard Eidenmüller „Denn die Menschen müssen wissen, wo diese Geräte hängen und die Hemmschwelle, sie auch zu bedienen, abbbauen“, weiß Hausotter. „Wir haben einen sehr professionellen Rettungsdienst, der innerhalb von zehn Minuten am Notfallort ist“, sagt er. Doch diese Zeit sei zu lang, um bei einem Herzstillstand eine erfolgreiche Reanimation vornehmen können. Hier müsse innerhalb von drei Minuten gehandelt werden um das Überleben gewähleisten zu können.

Kontakt: Weitere Informationen unter www.herzsicheres-vellmar.de.

Von Werner Brandau

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