Schüler erinnerten mit Theaterstück an Leiden durch Kriege

Kampf ohne Sieg

In Eigenregie: Die Schüler Julian, Maria (sitzend) und Nicola (vorne) erinnerten mit ihren Klassenkameraden an das Leid der Weltkriege. Foto:  Deppe

Niestetal. Ursprünglich sollte das Theaterstück nur ein Trick sein, mit dem Deutschlehrer Dr. Lars Gillessen die Schüler der Klasse G10b der Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS) motivieren wollte, sich mit dem Thema Volkstrauertag zu beschäftigen.

Doch so ein Täuschung sei gar nicht nötig gewesen, sagen diese. Im Deutschunterricht haben die Schüler weitgehend in Eigenregie ein kurzes Theaterstück mit dem Titel „Kampf ohne Sieg“ einstudiert, das nun im Rahmen einer Gedenkfeier in der Multifunktionshalle der WLS aufgeführt wurde.

Das Theaterstück zeigt in abstrakter Darstellung ein Feuergefecht und die Trauer um die Gefallenen. Zum Abschluss zitiert eine Schülerin die Gedanken eines Soldaten im Schützengraben aus Erich Maria Remarques Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“. „Das Buch stand gar nicht auf der Leseliste der Schüler“, sagte Gillessen, der vom Engagement der Schüler überrascht wurde. Über Großeltern und Urgroßeltern waren die meisten der Schüler noch mit Erlebnissen aus dem 2. Weltkrieg konfrontiert.

Zuvor hatte Schulleiterin Ana Viehmann in ihrer Ansprache starke Worte gefunden: „Wenn wir die Kriegstoten vergessen, sterben sie ein zweites Mal“, sagte sie.

Das Theaterstück war ein Beitrag zur Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag, den die Sport- und Kulturgemeinschaft Niestetal organisiert hatte. (pld)

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