In Ihringshausen werden auf einer Strecke von 315 Metern die Abwasserleitungen erneuert

Kanalbau unter der Pferdekoppel

Deutlich breiter: Die neuen Stahlbetonrohre für den Kanal. Fotos: Habich

Fuldatal. Das bestehende Netz kann die anfallenden Mengen nicht aufnehmen. Aus diesem Grund wird derzeit zwischen Weser- und Veckerhagener Straße ein neuer Abwasserkanal gebaut. Auf einer Länge von insgesamt 315 Metern sollen die alten Leitungen in einem ersten Bauabschnitt ausgetauscht werden.

Der größte Teil der Baustrecke verläuft unter einer Pferdeweide zwischen Weserstraße und Grebenstraße, dort werden die Kanalrohre ausgewechselt. Die neuen Rohre werden dann unter der Grebenstraße bis zur Veckerhagener Straße verlängert. Auf diesem Abschnitt soll gleichzeitig die Wasserleitung erneuert werden. Die Bauarbeiten waren nötig geworden, weil der Kanal am Mühlenweg teilweise eine so große Menge Wasser führt, dass er entlastet werden muss. Dies wird aber erst im zweiten Bauabschnitt erreicht, wenn bis zum Mühlenweg weitergebaut wird.

Vorerst vergrößern die neuen Stahlbetonrohre den Kanal unter der Pferdeweide. Auf dem ersten Drittel der Strecke haben sie 90 Zentimeter Durchmesser, auf den restlichen Metern sind es 80 Zentimeter. Bisher hatten die Abwasserrohre eine Durchflussbreite von lediglich 50 Zentimetern. Der erste Bauabschnitt startete jetzt gegenüber der Einmündung Weserstraße / Fuldastraße.

Lars Brendler vom Ingenieurbüro Hesse und Partner beschreibt das Vorgehen. „Zunächst wird das alte, kleinere Rohr mit dem Bagger ausgehoben. Dann wird der Schacht abgestützt und das neue Rohr eingebaut, in Teilstücken, die jeweils drei Meter lang sind.“

Im Anschluss wird der Graben wieder aufgefüllt. Erst mit Basalt- und Kalkschotter, der stabilisiert, dann mit Erde. Als letzte Schicht wird der Mutterboden aufgetragen, auf dem wieder Gras wachsen soll.

Etwa neun bis zwölf Meter neuer Kanal entstehen so pro Tag. Am 31. Mai soll der erste Bauabschnitt beendet sein. Diesen Zeitplan könnte allerdings Regenwetter durcheinanderbringen. Dann verschlamme der Boden zu stark und verzögere die Arbeiten, sagt Brendler.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt liegen bei 460 000 Euro, wobei 400 000 Euro auf den Kanal und 60 000 Euro auf die Arbeit an der Wasserleitung entfallen.

Von Irene Habich

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