Endspurt vor der Kommunalwahl – Innenstadt, Energie, Arbeitsplätze und Familie bleiben Themen

111 Kandidaten wollen punkten

Schöner einkaufen: Die Neugestaltung des Herkules-Gebäudes hat Baunatals Innenstadt aufgewertet. Von den angekündigten Ladengalerien gibt es allerdings noch keine Spur – ein Thema auch fürs nächste Parlament. Foto: Wiesemann

Baunatal. Auch in Baunatal werden am 27. März die Karten fürs Stadtparlament neu gemischt. 111 Kandidaten wollen in die Bürgervertretung gewählt werden. Sie stehen auf den Listen der vier Parteien, die schon bisher die Stadtverordneten stellen: CDU, SPD, FDP und Grüne. Diese Reihenfolge auf dem Stimmzettel richtet sich nach den Mehrheitsverhältnissen im Landtag, wo die Union die stärkste Fraktion stellt.

Absolute Mehrheit

In Baunatal ist es bislang anders: Von 45 Stadtverordneten stellt die SPD 29, nachdem sie 2006 bei der vorigen Kommunalwahl 64,2 Prozent der Stimmen erhalten hatte. An diese absolute Mehrheit wollen die Genossen natürlich anknüpfen, die politischen Gegner sie ihnen streitig machen.

Die SPD hat insgesamt 138 Bewerber nominiert, damit auch genügend Nachrücker bereitstehen. 45 dieser Namen finden sich auf dem Stimmzettel für den 27. März, an der Spitze Parlamentschef Peter Lutze.

Die CDU, die vor fünf Jahren 13 Sitze (28,6 Prozent) errang, schickt 32 Aspiranten ins Rennen. Fraktionschef Andreas Mock, der parallel auch bei der Bürgermeisterwahl kandidiert, führt sie an.

Die FDP, zuletzt mit zwei Personen vertreten (4,2 Prozent), bietet 15 Bewerber auf. Auf dem ersten Platz steht der bisherige Fraktionsvorsitzende Dr. Heribert Brungs.

19 Frauen und Männer stellen sich auf der Liste der Grünen zur Wahl. Die Öko-Partei würde gern mehr als einen Stadtverordneten (drei Prozent) ins Parlament schicken. Beim Urnengang 2006 hatte sie wegen zu weniger Bewerber auf der Liste selbst die Chance verspielt, wenigstens die Mindestzahl der nach neuem Wahlrecht möglichen Stimmen zu erobern. Die neue Liste führt Edmund Borschel an, der sich zudem fürs Spitzenamt im Rathaus bewirbt.

Beispielsweise die Innenstadt-Entwicklung wird auch Thema des neuen Parlaments werden. Zwar erstrahlen Herkules und Westpassage (Rewe) in neuem Glanz, aber vom Projekt zweier Ladengalerien existiert seit Jahren nicht mehr als die Ankündigung. Auch das Thema Energieversorgung wird bleiben – Stichworte: Stromnetz in städtischer Hand, Windkraft, Biomasse. Arbeitsplätze und Angebote, die junge Familien anlocken, damit die Stadt nicht überaltert, sind weitere Themen. Wir haben die Parteien dazu befragt. ARTIKEL UNTEN UND RECHTS, NÄCHSTE SEITE

Von Ingrid Jünemann

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