Produkte für fast jeden Industriezweig

Fuldataler Dienstleistungsunternehmen DSK punktet mit Vielseitigkeit

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Eine kleine Auswahl: Mit einigen Sonderteilen für Kunden, die fünf Mitarbeiter von DSK, Stefan Moog (von links), Stephan Germeroth, Mathias Mester, Michael Fließ und Andreas Franz.

Fuldatal. Unscheinbar liegt der Firmensitz der DSK GmbH an der Ihringshäuser Dörnbergstraße. Die drei Buchstraben DSK leiten sich aus den Worten Drehteile, Schrauben und Komponenten ab.

 „Wir sind ein reiner Dienstleister, ein Handelsunternehmen ohne eigene Fertigung“, sagt Stefan Moog, einer der beiden Geschäftsleiter.

Es gibt keinen Fuhrpark und keinen Empfangsbereich in dem nüchternen angemieteten Funktionsbau. Den braucht es auch nicht, denn mit den 400 aktuellen Kunden in ganz Europa und in Asien – in der DSK-Datenbank sind 30 000 aufgelistet – verkehrt man per Telefon, Fax und Internet.

Und auch mit den 150 Partnern, die die unterschiedlichsten Teile und Komponenten im Auftrag von DSK produzieren. Alle sitzen in Deutschland, „bei uns ist alles ,Made in Germany‘“, betont Geschäftsleiter Mathias Mester. So ist das Fuldataler Unternehmen, das seit zehn Jahren besteht, Teil des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Ein kleines Rädchen, wenn man die Personalstärke heranzieht. Denn der Systemlieferant besteht einschließlich Geschäftsleitung aus fünf Groß- und Außenhandelskaufleuten. Die haben allerdings eine große Wirkung. Es gebe kaum einen Industriezweig, „in dem unsere Artikel nicht eingesetzt werden“, sagt Mester. 2010 erwirtschafteten er und seine vier Kollegen einen Umsatz von sechs Millionen Euro.

Das Firmenkapital sei das Know-how, „zu wissen, wer, welche Sonderteile qualitativ hochwertig und zum attraktiven Preis produzieren kann“, sagt Moog. Egal ob diese gedreht, gefräst, gestanzt, mit Lasern hergestellt sind, ob es sich um Normteile nach DIN, um Blechbearbeitung, um Befestigungstechnik, um Sonderschrauben handelt, der Fachmann spricht von Plastite und Taptite. Im Durchmesser kann das Produkt von 0,1 Millimeter bis 2,80 Meter groß sein. Aus Edelstahl, Messing, Kunststoff, Aluminium, vergüteten Stählen oder aus Materialkombinationen bestehen. Bei Kunden aus der Medizintechnik sind die Teile „sehr klein, sie müssen staub- und fettfrei sein“. Bei anderen, etwa für Hi-Fi-Geräte, komme es auch auf die Optik an, „das Teil muss leuchten“, sagt Mester. Es werden Einzelanfertigungen für Prototypen hergestellt, Kleinserien oder auch Großserien mit Stückzahlen im Millionenbereich, sagt Moog.

DSK-Kunde Wincor Nixdorf beispielsweise brauche für die Produktion seiner Pfand-Rückgabe- oder auch Bargeldautomaten pro Jahr eine Million Schrauben eines bestimmten Typs. „Die werden dann von uns eingekauft und die jeweilige Menge nach Produktionsbedarf geliefert“, erklärt Moog. Nur bei Kunden aus der Region wie Bombardier oder Krauss-Maffei Wegmann läuft die Anlieferung über Fuldatal. Sonst wird das Sonderteil direkt vom Produzenten verschickt. DSK hat keine Außendienstmitarbeiter, schaltet keine Inserate. „Vieles läuft durch Mundpropaganda“, sagt Moog. Und einen guten Ruf, den sich das Fuldataler Quintett erworben habe.

Von Michael Schräer

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