Eigentümer will Betreutes Wohnen auf Wiederrecht’schem Hof verwirklichen

Kapler: Projekt ist weiter aktuell

Stein des Anstoßes: Das leere Grundstück des früheren Wiederrecht’schen Hofs sorgt in Dörnhagen für Unmut. Es soll in absehbarer Zeit bebaut werden, wann ist noch offen. Archivfoto: Schindler

Fuldabrück. Der Wiederrecht’sche Hof im Fuldabrücker Ortsteil Dörnhagen soll in absehbarer Zeit bebaut werden. Das hat der Eigentümer Johann Kapler (68) jetzt gegenüber der HNA bestätigt. „Ich habe es fest vor“, sagte der Unternehmer.

Der SPD-Ortsverein hatte vor zwei Wochen 80 Unterschriften „gegen den Schandfleck“ im Dorf gesammelt. Auf einem großen Transparent stand zu lesen: „Herr Kapler, es reicht!“ Anwohner forderten den Unternehmer auf, das Grundstück endlich zu bebauen.

Kapler weist die Darstellung der SPD zurück, er sei nicht gesprächsbereit gewesen. Die Einladung zu zwei Treffen seien viel zu kurzfristig erfolgt.

Bei einem Gespräch zwischen Kapler, Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) und dem SPD-Ortsvorsitzenden Ingo Pahl im Rathaus konnten die Wogen nun geglättet werden. Die SPD hat das rote Transparent wieder entfernt. Der SPD-Ortsverein habe zugesagt, ihn künftig zu unterstützen, sagte Kapler der HNA.

Denn er wolle sein millionenschweres Projekt „Betreutes Wohnen“ auf dem weitläufigen Gelände tatsächlich verwirklichen. Er habe bereits viel Geld in das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen gesteckt, sagt er. Für ihn gebe es daher kein Zurück. Leider habe die Wirtschaftskrise die Realisierung bisher verhindert; doch nun sei er optimistisch, die bereits fertigen Pläne bald umsetzen zu können.

Kapler hatte das Gelände 1992 gekauft. Er ließ das Dach für umgerechnet 400 000 Euro sanieren. Doch dabei habe sich herausgestellt, dass der Erhalt des alten Bauernhauses die Kosten für das Projekt um bis zu 1,5 Millionen Euro in die Höhe treiben würde. Er stoppte die Sanierung und setzte auf die Beseitigung des Gebäudes.

Auch den Denkmalschutz macht Kapler für die Verzögerung mitverantwortlich. Viele Jahre habe er verhandelt, um schließlich – mit Unterstützung von Bürgermeister Lengemann und dem damaligen Landrat Udo Schlitzberger – den Abriss genehmigt zu bekommen.

Er arbeite weiter an der Realisierung des Projekts. Zurzeit führe er Finanzierungsgespräche, sagt der Unternehmer. „Die Aussichten auf Erfolg sind sehr gut.“ (hog)

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