Lösung mit Eigentümer suchen

Kaputte Scheune in Großenritte soll weg

Baunatal . Verbunden mit einer großen Staubwolke stürzte in der Nacht zu Samstag vergangener Woche ein Scheunendach in Großenritte ein. Die Steine einer einbrechenden Wand flogen bis auf die Niedensteiner Straße. Wie gehen die Bauaufsicht des Landkreises und die Eigentümer mit so einem Fall um?

Wir fragten nach. Nach Kenntnisstand der Bauaufsicht werde das Gebäude demnächst abgerissen, sagt Landkreissprecher Harald Kühlborn. Die Behörde habe Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen. Was anderes als ein Abriss mache auch keinen Sinn, sagt Eigentümer Peter Siebert. Das Gebäude könne man nicht mehr aufbauen. Wann genau mit den Arbeiten begonnen werde, sei noch offen. „Das kann schon nächste Woche der Fall sein.“

Abgesperrt mit Flatterband

Immer noch liegen Steine auf dem Gehweg der Niedensteiner Straße. Ein rot-weißes Flatterband sperrt den Bereich für Fußgänger ab. Dass die Brocken da noch liegen, sei ganz bewusst so gemacht worden, erläutert der Kreissprecher eine Vorsichtsmaßnahme der Behörden. Fußgänger sollen so davon abgehalten werden, an der immer noch bröckeligen Scheune vorbeizugehen. Sie sollen auf die gegenüberliegende Seite wechseln.

Und so beschreibt Kühlborn die rechtliche Lage bei einsturzgefährdeten Gebäuden: Grundsätzlich sei der Eigentümer verantwortlich, dass keine Sicherheitsprobleme auftreten.

Die Bauaufsicht versuche in einem solchen Fall mit dem Eigentümer nach einer Lösung zu suchen. Manchmal sei allerdings kein Eigentümer zu ermitteln, sagt der Sprecher. „Oder es ist einfach kein Geld da.“ In einer so genannten Ersatzvornahme handele der Landkreis dann für den Eigentümer und sichere Gebäude ab oder reiße sie ab. „Allerdings bleiben wir manchmal auf den Kosten sitzen.“

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Am Freitag gegen 23.30 Uhr hatte ein Passant aus Elgershausen die Polizei informiert. Ihm war im Auto auf dem benachbarten Abzweig aus Richtung Besse die Staubwolke entgegengekommen. Die Polizei sicherte die Einsturzsstelle ab und alarmierte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte trugen die marode Wand teilweise ab und räumten dann den auf der Straße liegenden Schutt weg.

Übrigens: Aus welchem Jahr die alte Scheune stammt, weiß Peter Siebert nicht. „Das ist völlig unbekannt.“

Von Sven Kühling

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