Heeresmusikkorps 2 begeisterte spielte 5800 Euro Spenden ein

Spektakulärer Sound: Nicht nur die Posaunisten des Heeresmusikkorps waren in Niestetal gut aufgelegt. Stabsfeldwebel Udo Seifert (kleines Bild) begeisterte das Publikum in Niestetal als schräger Elton-John-Imitator. Fotos:  Dilling

Niestetal. Das Heeresmusikkorps 2 begeisterte begeisterte am Donnerstag in der Niestetaler Mehrzweckhalle während des Benefizkonzerts 480 Zuschauer und spielte 5800 Euro Spenden ein.

Ragtime-Melodien aus dem Kultfilm „Der Clou“, Zauber der Karibik mit Evergreens von Harry Belafonte und Stabsfeldwebel Udo Seifert bei einem schrägen Finale als englischer Pop-Barde Elton John auf der Bühne: Das Heeresmusikkorps 2 war am Donnerstag in der Niestetaler Mehrzweckhalle während des Benefizkonzerts zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde glänzend aufgelegt, erhielt rauschenden Beifall von den 480 Zuschauern und Ehrengästen.

Die Militärmusiker spielten laut Dennis Bachmann von der Gemeindeverwaltung 5800 Euro zugunsten des Ambulanten Kinderhospizdienstes Kassel ein. Der Erlös aus den CDs, die die Musiker an diesem Abend verkauften, geht an das Kuratorium Aktion für Behinderte Region Kassel.

Gut besucht, aber dennoch längst nicht ausverkauft: In einem ganzen Flügel des Saals blieben die Stühle leer, unter den Zuhörern überwog das Publikum im gesetzten Alter.

Vielleicht hat sich im Kasseler Osten noch nicht herumgesprochen, dass bei den Konzerten des Musikkorps nicht nur die Fans traditioneller Militärmusik auf ihre Kosten kommen, sondern auch die Anhänger moderner Rhythmen. Bachmann war trotzdem zufrieden. Viele Rathausmitarbeiter hätten sich das Konzert angehört und seien begeistert gewesen.

Während der erste Teil des Konzerts hauptsächlich traditioneller Marschmusik und symphonischer Blasmusik vorbehalten war, drehten die Heeresmusiker nach der Pause so richtig auf. Sie zündeten Wunderkerzen, im Publikum flammten Feuerzeuge auf. Dirigent Reinhard Kiauka animierte das Publikum, zu den Karibikklängen langsamen Walzer, Rumba oder Cha-Cha-Cha zu tanzen. Das traute sich jedoch - wohl wegen der nicht vorhandenen Tanzfläche - keiner.

Neuen Film vorgestellt

Zuvor hatte Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) bei einem Empfang für geladene Gäste den neuen Image-Film der Gemeinde („Traumhaft leben!“) vorgestellt. Sein Fazit: Der Zusammenschluss von Sandershausen und Heiligenrode „hat beiden Orten gut getan“. Zwar sei Niestetal nicht baulich, sehr wohl aber emotional zusammengewachsen.

Landrat Uwe Schmidt (SPD) erinnerte an die „vielen Gefechte“ zwischen dem damaligen Landrat Josef („Jupp“) Köcher und Kassels OB Karl Branner. Rückblickend sei es richtig gewesen, Orte wie Sandershausen nicht nach Kassel einzugemeinden. Es sei wichtig, dass es um die Fuldastadt herum eine „prosperierende Gemeindelandschaft“ gebe. (pdi/ket)

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