Karl-Heinz Mihr wurde 80: „Bis heute ein Mann der Tat“

Karl-Heinz Mihr Archivfoto: Olschewski

Gudensberg. Im Kreis seiner Familie und einiger ehemaliger Kollegen feierte Karl-Heinz Mihr am Mittwoch seinen 80. Geburtstag in Bad Emstal.

Mihr zählt bis heute zu den großen Persönlichkeiten des wirtschaftlichen und politischen Lebens in der Region und darüber hinaus. „Er war und ist ein Mann klarer Worte und Taten“, sagt sein langjähriger Assistent Rudi Stassek, der gestern bei der Geburtstagsfeier dabei war.

In seiner Zeit als Betriebsratsvorsitzender und Aufsichtsratsmitglied bei Volkswagen in Baunatal von 1972 bis 1994 hatte der gebürtige Gudensberger großen Anteil an der Erweiterung des VW-Werks um ein Ersatzteil-Zentrum - dem heutigen Original-Teile-Center (OTC). Standort- und Arbeitsplatzsicherung zählten zu seinen größten Anliegen.

Mihrs Einfluss reichte bis in die Konzernspitze. Als Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Volkswagenwerk AG setzte er sich vor allem für die Zusammenarbeit der Betriebsräte in den europäischen Konzernen und die Errichtung eines europäischen Konzernbetriebsrats bei VW ein. Sein Credo: „Nur so lassen sich rücksichtslose Management-Entscheidungen auf Kosten der Belegschaft verhindern.“

Solidarität war auch sein Thema als Politiker. Rund 20 Jahre wirkte er als SPD-Mitglied im Gudensberger Stadtparlament mit, zeitweilig gehörte er auch dem Landesvorstand der hessischen SPD an. Von 1981 bis 1994 war er zudem Mitglied des Europäischen Parlaments. 

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.