Berufsförderungsdienst der Bundeswehr richtete Schau mit 80 Ausstellern und 1000 Besuchern in der Baunataler Stadthalle aus

„Karrieremesse ist Dienstleistung für Region“

Im neuen Beruf: Uwe Krug, ehemaliger Soldat, lernt Büchsenmacher bei Frankonia. Mit Junior-Personalreferentin Lisa Hohmann präsentierte er Werkzeug und Übungsstücke.

Baunatal. Uwe Krug macht eine Ausbildung zum Büchsenmacher beim Unternehmen Frankonia. Der ehemalige Waffenmechaniker bei der Bundeswehr stellte gestern bei der Messe „Perspektive“ Zeitsoldaten und Schülern seinen Beruf vor.

1000 Besucher kamen zu der Karrieremesse des Berufsförderungsdienstes (BFD) der Bundeswehr in der Baunataler Stadthalle, bei der Frankonia zum ersten Mal vertreten war. „Wir sprechen Firmen an, für die sich die ausscheidenden Soldaten interessieren könnten“, sagt Michael Rohde, Leiter der Zentralabteilung des BFD Kassel. Die Aussteller müssten keine Standgebühr bezahlen. „Die Kosten von 5000 Euro für Miete und Referenten übernehmen wir“, sagt Michael Lippert, zuständig für Messe und Medien beim BFD.

Ebenfalls zum ersten Mal vertreten war die Firma Steady Climbing aus Bremen. „Einer unserer Mitarbeiter, der früher Soldat war, hat uns auf die Messe aufmerksam gemacht“, sagt Geschäftsführer Gunnar Schülke. Soldaten müssten sich schon mal aus einem Hubschrauber abseilen, wodurch eine Affinität für die Zusatzqualifikation Industriekletterer gegeben sein könnte, erklärt Rohde. „Die Ausbildung richtet sich an Servicetechniker für Windkraftanlagen und wird für Plakatierungen, Blitzschutz und Arbeiten auf Dächern und an Fassaden benötigt“, sagt Schülke.

Neben Zeitsoldaten aus den Kasernen in Höxter, Kassel, Holzminden, Stadtallendorf, Frankenberg und Fritzlar informierten sich Jugendliche aus Baunataler und Kasseler Schulen über Berufe, Ausbildung und Studium. „Unsere Veranstaltung ist eine Dienstleistung für die Region“, sagt Rohde. Da unter den 80 Ausstellern viele Ausbildungsbetriebe sind, sei es nahe liegend gewesen, auch Schüler einzuladen. Auch gab es ein Quiz mit einem Ausflug ins Verteidigungsministerium nach Bonn als Hauptgewinn.

Von Gudrun Skupio

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