CDU-Gemeindevertreter und ehemaliger Feuerwehrchef will Bürgermeister werden

Bürgermeisterwahl in Fuldatal: Karsten Schreiber tritt an - Video

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Vor dem Rathaus: Karsten Schreiber wurde von der Fuldataler CDU für die Bürgermeisterwahl im September nominiert. Der 45-Jährige kandidiert für den Chefposten der Verwaltung.

Fuldatal. Karsten Schreiber (CDU) will Bürgermeister von Fuldatal werden. Am Mittwochabend präsentierte ihn seine Partei im Fuldataler Forum der Öffentlichkeit als Kandidaten für die Direktwahl am 9. September.

Zuvor hatten die Mitglieder der CDU Fuldatal den 45-Jährigen aus Ihringshausen in nicht öffentlicher Sitzung einstimmig nominiert.

Kurzclip

Karsten Schreiber über seine Kandidatur

Vor 80 Zuhörern im Bürgersaal des Forums gab sich der Selbstständige, der eine Werks- und Handelsvertretung betreibt, kämpferisch. Er starte als Zweiter - der SPD-Kandidat (siehe Hintergrund) sei Favorit. „Ich will aber als Erster landen.“ Mit dem Slogan „bürgernah, engagiert, zuverlässig“ will Karsten Schreiben die verbleibenden gut fünf Monate für sich „als Unabhängiger“ werben. „Als Kontrast zur SPD werde ich keinen Parteienwahlkampf machen.“

Er setze auf viele Gespräche mit den Fuldatalern, werde dabei „keine großen Versprechen machen“. Diese lasse die finanzielle Situation der Gemeinde nicht zu. Punkten will der Kandidat mit seinen politischen Zielen. So setzt Schreiber auf das „große Potenzial ehrenamtlich engagierter Menschen“, deren Arbeit er zum Beispiel mit einem Ehrenamtsbüro unterstützen will.

Wirtschaftspolitik sei Chefsache. Als Bürgermeister will er selbst um Investitionen und neue Arbeitsplätze werben. Er will neue Wege in der Finanzpolitik aufzeigen und gegen den vorhandenen Gebäude-Leerstand in einigen Ortsteilen kämpfen, in denen es noch eine intakte Dorfgemeinschaft gebe.

Für den Posten des Bürgermeisters sieht sich Schreiber, der verheiratet ist und ein erwachsenes Kind hat, gerüstet. Über zehn Jahre als Gemeindebrandinspektor - seine Amtszeit endet offiziell am morgigen Samstag - habe er 200 Aktive geführt und einen Vermögensstand von zehn Millionen Euro ehrenamtlich verwaltet. „Ich glaube, die Mehrheit war mit meiner Arbeit zufrieden.“ Den Menschen in Fuldatal wolle er mit seiner Kandidatur eine Alternative bieten.

Karsten Schreiber ist sich der Hilfe zahlreicher Parteifreunde sicher. Jetzt will er bei den Fraktionen von FWG und Grünen um Unterstützung für seine Kandidatur werben.

Hintergrund: SPD nominierte im Januar Klaus Exner

Mit Karsten Schreiber gibt es einen zweiten Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Fuldatal. Bereits Ende Januar hatte die SPD Klaus Exner als Bewerber für die Nachfolge von Bürgermeisterin Anne Werderich (FDP) präsentiert.

Werderich, die gestern 65 wurde, tritt nach zwei Legislaturperioden auf dem Chefsessel der Gemeinde nicht mehr an. Ihre Amtszeit endet offiziell am 31. Dezember dieses Jahres.

Klaus Exner (55) aus Wilhelmshausen ist seit 1990 Hauptamtsleiter im Fuldataler Rathaus. Der Familienvater hatte sich innerhalb der Fuldataler SPD gegen Stefanie Roß-Stabernack, Vorsitzende der Gemeindevertretung, durchgesetzt. Infos: www.klaus-exner.info

Im Parlament hat eine Koalition aus SPD und Grüne eine deutliche Mehrheit. Außer SPD und CDU hat keine weitere Fraktion angekündigt, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken. Lediglich die FDP hat sich festgelegt, laut Parteichef Lars Linge will man Karsten Schreiber unterstützen. Roland Leister, Sprecher vom Grünen-Vorstand, und auch Klaus Kreb, Vorsitzender der FWG Fuldatal, betonen, erst die Vorstellung beider Kandidaten abzuwarten. Im Anschluss werde man entscheiden, ob eine Empfehlung gegeben oder ein Kandidat unterstützt werde. (mic)

Von Michael Schräer

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