Supermarkt-Standort: Das sagen die Parteien nach der Wahl

Karten neu gemischt

Bärbel Maxisch

Kaufungen. Die Grünen in Kaufungen, die sich mit 13,3 Prozent bei der Kommunalwahl am Sonntag fünf Sitze im Parlament gesichert haben, werfen Bürgermeister Arnim Roß (SPD) eine falsche Einschätzung des Wahlergebnisses vor. Die Grünen

Grünen-Sprecherin Bärbel Maxisch: „Roß kann die hohen Verluste der SPD nicht einfach ignorieren und an seinen Plänen für einen Supermarkt im Bürgerhaussaal festhalten.“ Genau dies hat der Bürgermeister und SPD-Vorsitzende aber angekündigt.

Er will bis Juni zwei entscheidungsreife Konzepte vorlegen: Einmal für eine reine Sanierung des Bürgerhaussaales, wie sie von den Grünen gefordert wird, und zum Zweiten für einen Markt in dem Saal und eine gemeinsame Lösung mit IGS-Aula und Bürgerhaussaal an der Gesamtschule.

Maxisch räumte ein, dass SPD, GLLK und KWG als Befürworter eines Marktes hinter dem Rathaus 19 Sitze im künftigen Parlament haben, die Gegner, also CDU und Grüne, nur 18 Sitze.

Gleichwohl habe es eine Wählerwanderung von gut einem Drittel hin zu den Gegnern eines Marktes im Bürgerhaussaal gegeben. Diese klare Haltung, die sich auch schon im Bürgerentscheid von 2007 niedergeschlagen habe, dürfe nicht einfach ignoriert werden, forderte Maxisch.

Die Grünen bleiben bei ihrer Haltung, den Saal zu sanieren und ansonsten die vorhandenen Lebensmittelmärkte in Kaufungen zu erhalten. Ein Neubau auf dem Riffer-Gelände wird von ihnen weiter abgelehnt. Die CDU

CDU-Chef Erwin Schmidt akzeptiert, dass es dafür gegenwärtig keine Mehrheit gibt, dennoch sei Riffer als Marktstandort weiter im Rennen. Schmidt: „Uns fehlt nur eine Stimme für eine Bürgerhaus-Sanierung.

Kriegen wir die, bleibt die Frage des Markt-Standortes weiter offen.“

Einig seien sich die Christdemokraten mit den Grünen, dass für den Saal nur eine kleine, kostengünstigere Lösung nötig werde, weil mit der künftigen IGS-Aula eine neue Veranstaltungsstätte gegeben sein werde. Die KWG

Die Kaufunger Wählergemeinschaft (KWG), die künftig zwei Sitze im Parlament hat, diskutiert noch den Wahlausgang. Sprecher Klaus Höfgen mahnte, nicht alles auf den Markt-Standort zu verkürzen, sondern die Gesamtentwicklung der Gemeinde im Auge zu behalten. Darüber werde die KWG mit allen Fraktionen sprechen. Die GLLK Für Reinhold Liphardt (GLLK) ist es wichtig, dass sich 65 Prozent der Kaufunger gegen Riffer ausgesprochen haben und es eine, wenn auch knappe, Mehrheit für einen Markt im Bürgerhaussaal gibt.

Diese Pläne sollten daher weiterverfolgt werden.

Archivfotos: Stier (2),  privat / nh

Von Thomas Stier

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