Gemeinde Ahnatal, Feuerwehr und Fitness-Club finanzieren regelmäßiges Training

Kartenspiel im Schutzanzug

Übung: Dave Heerwald (links) und Stefan Weimar transportieren auf dem Dach des Fitness-Clubs eine rund 70 Kilo schwere Übungspuppe. Foto: Brandau

Ahnatal. Heiko Krause und Dave Heerwald haben bereits einen achtstündigen Arbeitstag hinter sich und könnten eigentlich ihren Feierabend genießen. Doch statt bei spätsommerlichem Wetter im Garten zu sitzen, steht eine abendliche Übung auf ihrem Dienstplan. Die beiden Männer sind Mitglieder der Ahnataler Feuerwehr und treffen sich mit sieben weiteren Brandschützern im örtlichen Deltha Fitness Club zum Training. Eine Fortbildung, die regelmäßig stattfindet und zusammen von der Feuerwehr, der Gemeinde Ahnatal und dem Betreiber des Clubs finanziert wird.

„Jedes Mitglied der Feuerwehr muss einmal im Jahr an einer Atemschutzübung im Chemieschutzanzug teilnehmen“, erklärt Sabine Albert. Sie ist Übungsleiterin und hat die von den Teilnehmern zu absolvierenden Aufgaben vorbereitet. Zunächst legen die Feuerwehrleute das rund 18 Kilogramm schwere Atemschutzgerät an. Darüber ziehen sie den Chemieschutzanzug, den sie scherzhaft als Ein-Mann-Sauna bezeichnen.

Wie grüne Monster sehen sie aus, die Männer, die sich untereinander kaum noch verständigen können. Nur über ein Sprechfunkgerät können sie mit der Einsatzleitung kommunizieren. Die ausgeatmete Luft sammelt sich in dem luftdichten Anzug, der sich allmählich aufbläht. Nur mit einer geschickten Bewegung können die Feuerwehrleute die Luft aus dem Anzug pressen und so wieder eine gewisse Bewegungsfreiheit erreichen.

Zunächst müssen Dave Heerwald und Stefan Weimar auf einem Trainingsfahrrad eine Minute strampeln. Danach hat jeder zwei 20 Kilo schwere Schaummittelkanister in den ersten Stock des Gebäudes zu tragen. Oben angekommen muss mit Spielkarten ein Kartenhaus gebaut werden. Keine einfache Aufgabe, denn hier ist Feinmotorik trotz grober Handschuhe gefragt. Anschließend geht es auf die Terrasse, wo mit einer Übungspuppe eine Menschenrettung geprobt wird. Der rund 70 Kilo schwere Dummy liegt auf einer Trage und wird von zwei Feuerwehrleuten über einen vorgegebenen Parcours abtransportiert. An der letzten Station wird die Geschicklichkeit geprüft. (pwb)

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