HNA-Markt: Kartoffeln vom Bauern nebenan

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Gute Ernte: Matthias Göbel ist mit dem Ertrag und der Qualität der Kartoffeln sehr zufrieden.

Einer unserer langjährigen Kartoffel-Kunden behauptete kürzlich von sich, er würde den Geschmack unserer Kartoffeln bei einem Test mit geschlossenen Augen erkennen“, erzählt Alt-Landwirt Matthias Göbel (68) auf dem Familienhof in Elgershausen.

Er hält das zwar für ein wenig übertrieben, ist aber auch von der Qualität dieser Erdäpfel überzeugt: „Wir bauen seit etlichen Jahren die Sorte Gala an, die passt sehr gut zu unseren Böden.“ Auf denen entwickle die Gala ihre hervorragende Konsistenz und den sehr guten Geschmack.

Als echter Kartoffel-Esser schätzen die Göbels außerdem die Vielseitigkeit der Gala. „Mit der kann man fast alles machen“, lobt Alt-Bäuerin Renate Göbel (65) die universellen Möglichkeiten, die diese Sorte in der Küche bietet.

Dazu tragen auch die Anbaumethoden bei, die hier noch ganz traditionell gehandhabt werden: Einhaltung einer strengen Fruchtfolge. Etwa drei bis vier Jahre dauert es bei Göbels, bis eine Feldfrucht wieder auf den gleichen Acker kommt. So werden Krankheitserreger und artentypische Pilze und Schadinsekten von vornherein kurz gehalten, Nährstoffe können besser genutzt werden.

Letztere kommen per Mist aus den eigenen Ställen im Herbst auf das Kartoffelfeld des nächsten Jahres. Das ist – je nach Schlag, der in dem Jahr bepflanzt wird – nur 2100 bis 2500 Quadratmeter groß, eben etwa ein Acker, wie der Landwirt sagt ( ¼ Hektar).

Beim Setzen der Pflanzkartoffeln im Frühjahr werden die Reihen gleichzeitig ein erstes Mal gehäufelt. Dann kommt das, was für die Familie ganz wichtig ist: „Kartoffeln sind eine Hackfrucht“, erklärt Göbel. „Der Pflanzenschutz erfolgt bei uns rein mechanisch. Das heißt, durch Hacken. Schließlich wollen wir die Kartoffeln ja noch essen.“ Darum würde auch nur eine so kleine Fläche mit Kartoffeln bestellt.

Sind die jungen Pflanzen also etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch, werden die Reihen noch einmal mit der Hacke gehäufelt und dabei gleichzeitig aufgelaufenes Unkraut entfernt.

Gute Lagerfähigkeit

Bei der Ernte im Oktober werden die Kartoffeln vom Roder direkt auf die Ladewagen transportiert, die dann etwa zwei Wochen in der dunklen Scheune stehen. Dort ruhen die Kartoffeln, anhaftende Erde kann trocknen. Das sei ebenfalls sehr wichtig für die Konsistenz und die Lagerfähigkeit der Feldfrüchte –schließlich solle die Kartoffel ihren guten Geschmack für mehrere Wochen oder Monate bewahren.

Im nächsten Arbeitsgang werden die Erdäpfel vom Wagen herunter sortiert, die beschädigten, angefressenen, grünen und kleinen Exemplare ausgelesen, von den anderen die Erde abgerieben.

Viel Handarbeit

„Durch diese Art der Sortierung vermeiden wir Beschädigungen und Druckstellen, wie sie bei der maschinellen Sortierung entstehen, weil die Kartoffeln zwangsweise gegen hartes Metall gedrückt oder geschleudert werden“, erklärt der Bauer. Weniger Verletzungen als Eintrittspforte für Fäulnis verlängerten die Haltbarkeit der Knollen erheblich. „Darum werden unsere Kartoffeln vor der Einlagerung auch nicht gewaschen.“

HNA-Markt: Kartoffeln vom Bauern nebenan

Tierisch gut, diese Kartoffeln: Das findet auch dieser Bewohner des Hofes.
Tierisch gut, diese Kartoffeln: Das findet auch dieser Bewohner des Hofes. © pcj
Tierisch gut, diese Kartoffeln: Das findet auch dieser Bewohner des Hofes.
Tierisch gut, diese Kartoffeln: Das findet auch dieser Bewohner des Hofes. © pcj
Vorwiegend festkochend: Renate Göbel, die Alt-Bäuerin, schwärmt von „ihren“ Kartoffeln.
Vorwiegend festkochend: Renate Göbel, die Alt-Bäuerin, schwärmt von „ihren“ Kartoffeln. © pcj
Vorwiegend festkochend: Renate Göbel, die Alt-Bäuerin, schwärmt von „ihren“ Kartoffeln.
Vorwiegend festkochend: Renate Göbel, die Alt-Bäuerin, schwärmt von „ihren“ Kartoffeln. © pcj
Vorwiegend festkochend: Renate Göbel, die Alt-Bäuerin, schwärmt von „ihren“ Kartoffeln.
Vorwiegend festkochend: Renate Göbel, die Alt-Bäuerin, schwärmt von „ihren“ Kartoffeln. © pcj
Vorwiegend festkochend: Renate Göbel, die Alt-Bäuerin, schwärmt von „ihren“ Kartoffeln.
Vorwiegend festkochend: Renate Göbel, die Alt-Bäuerin, schwärmt von „ihren“ Kartoffeln. © pcj
Fütterungszeit: Mais bauen die Göbels als Viehfutter an, haltbar wird er durch Silierung. Uwe Göbel packt eine Abendration für die Bullen auf.
Fütterungszeit: Mais bauen die Göbels als Viehfutter an, haltbar wird er durch Silierung. Uwe Göbel packt eine Abendration für die Bullen auf. © pcj
Matthias Göbel beim Tränken der neuen Kälber.
Matthias Göbel beim Tränken der neuen Kälber. © pcj
Matthias Göbel beim Tränken der neuen Kälber.
Matthias Göbel beim Tränken der neuen Kälber. © pcj
Gute Ernte: Matthias Göbel ist mit dem Ertrag und der Qualität der Kartoffeln sehr zufrieden.
Gute Ernte: Matthias Göbel ist mit dem Ertrag und der Qualität der Kartoffeln sehr zufrieden. © pcj
Gute Ernte: Matthias Göbel ist mit dem Ertrag und der Qualität der Kartoffeln sehr zufrieden.
Gute Ernte: Matthias Göbel ist mit dem Ertrag und der Qualität der Kartoffeln sehr zufrieden. © pcj
Umzug wegen Wachstum: Zwei Schweine werden umgetrieben, in der neuen Box haben sie mehr Platz.
Umzug wegen Wachstum: Zwei Schweine werden umgetrieben, in der neuen Box haben sie mehr Platz. © pcj
Umzug wegen Wachstum: Zwei Schweine werden umgetrieben, in der neuen Box haben sie mehr Platz.
Umzug wegen Wachstum: Zwei Schweine werden umgetrieben, in der neuen Box haben sie mehr Platz. © pcj
Es schmeckt: Die Schweine bei der Fütterung.
Es schmeckt: Die Schweine bei der Fütterung. © pcj
Mäusejäger ... dem entgeht nichts, jedenfalls wenig.
Mäusejäger ... dem entgeht nichts, jedenfalls wenig. © pcj
Mäusejäger ... dem entgeht nichts, jedenfalls wenig.
Mäusejäger ... dem entgeht nichts, jedenfalls wenig. © pcj
Universelle Knolle: Diese Kartoffel kann fast alles, was man mit Kartoffeln machen kann – und schmeckt im Frühling immer noch, hier mit Grüner Soße.
Universelle Knolle: Diese Kartoffel kann fast alles, was man mit Kartoffeln machen kann – und schmeckt im Frühling immer noch, hier mit Grüner Soße. © pcj

Der Göbel-Hof ist ein kleinbäuerlicher Betrieb mit etlichen Generationen Familientradition. Seit einigen Jahren bewirtschaftet Uwe Göbel (46) den Familienbetrieb. Auf etwa 60 Hektar werden Brotgetreide und Raps sowie Futtermittel und Heu für die eigenen Jungbullen und Schweine angebaut – und Kartoffeln.

Der 25-Kilo-Sack kostet 10 Euro, die Abholung ist abends zwischen 17 und 18 Uhr auf dem Hof möglich: Göbel, Lange Baunastraße 14, Elgershausen. Andere Termine sowie Bestellungen können telefonisch vereinbart werden: Tel. 0 56 01 / 24 07. (pcj)

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