Kaserne soll zur Solar-Stadt werden

Leerstand der Kaserne nutzen: Eine „Solar City“ soll nach Wunsch der Studenten auf dem Gelände der Fritz-Erler-Kaserne in Rothwesten entstehen. Die Siedlung soll mit Parks, Wohngebieten, Museum und Flächen für Energieproduzenten ausgestattet sein. Foto: Ruth Brosche

Kreis Kassel. Studenten des Fachbereichs Architektur, Stadt- und Freiraumplanung der Universität Kassel haben für acht Gemeinden aus der Region Lösungsvorschläge im Kampf gegen den Rückgang der Einwohnerzahlen präsentiert.

Ziel des durch umfangreiche Daten gestützten „Zukunftskatasters“ des Vereins Region Kassel-Land und des Zweckverbandes Raum Kassel ist die Erhaltung lebendiger, innerörtlicher Siedlungsflächen. Gleichzeitig soll die Bevölkerung für die Folgen des demografischen Wandels sensibilisiert werden.

„Solar City“ ist der spannende Arbeitstitel für die Entwicklung einer Mustersiedlung im Bereich der früheren Fritz-Erler-Kaserne in Rothwesten. „Wir stellen uns eine Kooperation verschiedener Energieproduzenten vor, die auch die Forschung vorantreiben“, sagte Patrick Wadsack, der das Zukunftsprojekt für Wohnen und Dienstleistung gemeinsam mit Christoph Beckmann vorstellte.

Ein Marktplatz als Erlebniszone, Hotels und Gaststätten und ein Naturschutzgebiet sind die weichen Standortmerkmale der neuen City. Als weiteres, touristisches Highlight schlagen die Studenten den Einsatz von Solarmobilen vor, mit denen Rundfahrten durch alle Ortsteile der Gemeinde ermöglicht werden.

„Gemeinschaft verbindet“ ist die Leitidee für Helsa-Wickenrode. „Entstehen soll ein Komplex für Mehrgenerationenwohnen am Rande des Ortskerns“, sagten Ann Gesa Haake und Tabea Gomes über ihr Projekt.

Vorgesehen seien Ein- bis Vierzimmerwohnungen mit Gemeinschafts- und Serviceeinrichtungen für alle sozialen Schichten, von Senioren bis zu alleinerziehenden Müttern. Zweiter, wesentlicher Teil der Idee für Wickenrode ist ein Dorfplatz an der Kirche als „neue, erlebbare Mitte“.

„Ich bin von Ihrer Arbeit begeistert, die erhobenen Daten und Konzepte könnten ein scharfes Schwert im Kampf gegen demografischen Wandel sein“, sagte der Geschäftsführer des Zweckverbandes Raum Kassel, Andreas Güttler, der mit Vertretern des Vereins Region Kassel-Land und der beteiligten Gemeinden an der Präsentation teilnahm.

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