Stadtverordnete diskutierten über die Zukunft der Wasserversorgung – Stabile Preise erwartet

Kassel bleibt weiter Vellmars Partner

Vellmar. Ein Sturm im Wasserglas blieb aus, als es in der Vellmarer Stadtverordnetenversammlung am Montagabend im Bürgerhaus Vellmar-West um die Zukunft der Wasserversorgung in der 19 000-Einwohner-Stadt ging. Da die Stadt Kassel aufgrund eines laufenden Kartellverfahrens ihre Wasserversorgung ab dem 1. April dieses Jahres über den Eigenbetrieb „Kasselwasser“ regelt, mussten die Stadtverordneten darüber befinden, ob Vellmar seine Wasserversorgung weiter von der Stadt Kassel regeln lässt. Das ist schon seit 1996 der Fall.

Am Ende war das Votum eindeutig: Nur gegen die Stimme der FDP und einer der CDU wurde beschlossen, die Versorgung „Kasselwasser“ zu übertragen.

Befürchtungen, die Preise könnten dadurch klettern, hatte Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) zuvor zu zerstreuen versucht. „Die Preisdiskussion ist nicht das Thema“, sagte er. Denn der Wasserpreis sei heute günstiger als 1996, das Wasser sauberer. Alternative zur Kooperation mit Kassel wäre für Vellmar der Aufbau einer eigenen Wasserversorgung zu „erheblichen Kosten“.

Überwiegend positiv waren denn auch die Reaktionen der Fraktionen. „Die Städtischen Werke Kassel haben eindrucksvoll dargestellt, dass sie das Beste wollen“, betonte CDU-Fraktionschef Dr. Burkard Müller. Und: Man beschließe „einen Vertrag, der kündbar ist“.

Gute Wasserqualität

Weil man nicht auf Alternativen geschaut habe, bleibe keine Wahl, als zuzustimmen, argumentierte Siegfried Kopperschmidt für die Grünen. „Wir entscheiden uns für eine gute Wasserqualität und stabile Preise“, sagte Hans Georg Trust für die SPD.

Das sah Markus Pape für die FDP ganz anders: „Ich halte das Vorgehen für falsch“, kritisierte er die Vorlage. (swe)

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