Hilfe beim Brandschutz in Gemeinde Niestetal

Hilfe beim Brandschutz in Niestetal: Kasseler Wehr rückt mit aus

Niestetal / Kassel. Um den Brandschutz in Niestetal zu gewährleisten, wird an diesem Wochenende bei jedem Einsatz routinemäßig auch die Kasseler Berufsfeuerwehr nach Heiligenrode oder Sandershausen mit ausrücken.

Das bestätigte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek auf Anfrage der HNA. Die Kasseler Feuerwehr wollte sich am Freitag nicht dazu äußern.

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Hintergrund ist der Rücktritt der gesamten Führungsspitze der Niestetaler Feuerwehr. Am Freitag um 0 Uhr haben 30 Aktive nach ungelösten Konflikten in der Feuerwehr und mit der Gemeinde ihren ehrenamtlichen Dienst eingestellt.

Laut Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) ist die Einsatzbereitschaft der Niestetaler Wehr mit 39 Mitgliedern trotz der Rücktritte weiter sichergestellt. Feuerwehrleute äußern allerdings Zweifel an dieser Aussage des Bürgermeisters. Ihre Begründung: Dann wäre keine routinemäßige Einbindung der Kasseler Berufsfeuerwehr nötig.

„Übliches Verfahren“

Die Alarmierung der Kasseler Wehr sei nur eine vorübergehende Maßnahme, sagte dazu Mazassek. Nach dem Wochenende würden bei Bedarf die Nachbarwehren Kaufungen, Nieste und Kassel mit alarmiert werden, etwa bei Gebäudebränden oder größeren Unfällen. Diese Nachbarschaftshilfe sei ein übliches Verfahren, das auch in anderen Fällen und anderen Kommunen praktiziert werde. „Wir haben ein wachsames Auge darauf, dass die Einsatzbereitschaft gewährleistet ist“, sagte der amtierende Kreisbrandinspektor.

Kritik an Rathaus

Kritik an der Gemeinde äußerte der zurückgetretene Jugendfeuerwehrwart Matthias Blosche. Ohne ihn zu informieren, habe die Gemeinde Briefe mit neuem Briefkopf an die Eltern verteilen lassen. Darin sei auf die Weiterführung der Jugendarbeit hingewiesen worden, der reguläre Übungsabend am Donnerstag sei jedoch verschwiegen worden. (hog)

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