Einwohner sprachen sich bei Bürgerversammlung mehrheitlich dafür aus – Linde als Ersatz

Kastanie wird doch gefällt

Detlef

Helsa. Die Mehrheit der Bürger hat entschieden: Die alte Kastanie an der Hauptstraße in Wickenrode soll weg. Die, die den 80 Jahre alten Baum erhalten wollen, konnten sich während einer Bürgerversammlung in Wickenrode nicht durchsetzen.

Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) hatte die Anwohner des Ortsteils zusammengerufen, weil sich gegen eine mögliche Fällung Widerstand formiert hatte. Baumpfleger Detlef Schmidt erläuterte den Sachstand. Eine akute Gefahr durch den Baum bestehe derzeit nicht, sagte der auch als öffentlich bestellter Sachverständiger tätige Fachmann, der die Kastanie untersucht hat. Sie sei nicht krank, das Hauptproblem sei die Gabelung der Äste.

Aber auch die Krone sei nicht ohne: Sie müsse ausgelichtet und gesichert werden, wenn der Baum erhalten bleiben solle. Dies würde mit einem elastischen Bändersystem erfolgen, das den Baum stützt und zugleich schwingen lässt, hieß es. Die Kosten dafür würden 1000 Euro betragen. Wie sich der Zustand der Kastanie allerdings in den nächsten Jahren entwickeln werde, sei nicht vorherzusehen, die Seilsicherung werde etwa zehn Jahre wirksam sein.

Die anwesenden Wickenröder Bürger sprachen sich schließlich mehrheitlich dafür aus, dass die Kastanie entfernt werden und eine Linde als Ersatz gepflanzt werden soll. Ob dieser Baum passt, solle der Baumpfleger entscheiden, hieß es. (pom) Foto: Oschmann

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