5000 Fans beim Open-Air-Konzert

Die Kastelruther Spatzen verzauberten Nieste

Nieste. Dass Volksmusik nicht nur etwas für ältere Generationen ist, zeigten die Kastelruther Spatzen bei ihrem Auftritt auf der Niester Königs-Alm am Samstag. Der wohl jüngste der 5000 Fans war die dreijährige Mia-Sophia.

Sie war gemeinsam mit ihrer Oma Margarete Kellner und ihrer siebenjährigen Schwester Jolina aus dem thüringischen Eichsfeld angereist.

Stilecht im Dirndl tanzten und feierten die drei schon vor Beginn des Konzerts. Als dann die Kastelruther Spatzen den Abend mit Jolinas Lieblingslied "Herzschlag für Herzschlag" eröffneten, waren die eingefleischten Fans überglücklich.

Pünktlich um 20 Uhr betraten die Südtiroler die Bühne, und schon ab dem ersten Akkord feierte das Publikum begeistert. Zuvor hatten Landrat Uwe Schmidt (SPD) und Alm-Geschäftsleiterin Denise Seeger den Veranstalter des Konzertes, Hartmut Apel, mit ihren Eröffnungsreden zu Tränen gerührt. Apel sei es gelungen, alpenländisches Urlaubsflair in Nordhessen zu schaffen. "Mit dem Auftritt der Kastelruther Spatzen erfüllt er sich einen Traum", so Apels Tochter Seeger.

Doppelgänger unterwegs

Für Aufsehen sorgte Andreas Reuper, der Frontmann Norbert Rier zum Verwechseln ähnlich sieht. In originalgetreuer Tracht, die er extra hat anfertigen lassen, lief der 50-Jährige über das Festivalgelände und wurde immer wieder um Fotos und Autogramme gebeten. Die Besucher wollten kaum glauben, dass er nur ein Double des Sängers der Spatzen ist.

Reuper war ebenfalls aus Thüringen angereist. Gemeinsam mit Freunden imitiert er die Kastelruther Spatzen auf privaten Feiern. Die Musik kommt dabei vom Band, denn: "Der Norbert kann besser singen als ich", so Reuper augenzwinkernd.

Angereist sind er und seine Freunde mit einem Bus, den sie eigens für diesen Abend gemietet hatten. Sie alle verbindet die Liebe zu den Spatzen. "Ich war schon auf 15 Konzerten, und mit Norbert Rier habe ich schon oft gesprochen", erzählte der Fan. Die Musik mache ihm einfach Riesenspaß und helfe ihm, sich vom Alltagsstress zu erholen. Wenn er die Spatzen nicht hätte, würde ihm etwas fehlen, so der Thüringer.

Ähnlich geht es auch Marianne Ecker aus Fuldabrück-Bergshausen. Die 60-Jährige hatte einen Platz in der ersten Reihe ergattert. Sie schwärmt für die Mitglieder der Volksmusik-Formation, die sie alle persönlich kennt. Spaß haben wolle sie und singen und schunkeln. Ihr Begleiter Helmuth Pflume hatte den Weg auf sich genommen, obwohl er derzeit Gehhilfen braucht. Er sei aber vorgelassen worden und habe direkt am Konzertgelände parken können, berichtete der 76-Jährige.

Fotos: Kastelruther Spatzen in der Königsalm Nieste

Kastelruther Spatzen in der Königs-Alm Nieste

Das Glück hatten nicht alle Besucher. Denn wegen des Regens der vergangenen Tage mussten einige Parkflächen gesperrt werden. Viele, die mit dem Auto angereist waren, stellten ihren Pkw kurzerhand am Straßenrand ab oder wichen aus auf ferner gelegene Parkplätze, von denen Shuttle-Busse zur Königs-Alm fuhren.

Am Ende des Abends waren Mia-Sophia und Jolina selig. "Es war so schön", schwärmten die beiden Mädchen.

Von Nicole Schippers

Rubriklistenbild: © Fischer

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