Schüler der IGS Kaufungen haben heute ersten Unterricht in neuen Klassenhäusern

IGS Kaufungen: Erster Unterricht in neuen Klassenhäusern

Aussicht: Der Blick aus dem ersten Stock fällt auf den Altbau, der bald abgerissen wird.

Kaufungen. Peter Scheuring aus Nieste lässt seinen Blick durch das große, helle Klassenzimmer schweifen. Er schaut zu der kleinen, offenen Empore hinauf, wo sich die Schüler in kleinen Gruppen zum Lernen zurückziehen können, und zu den flexiblen Tafeln, und er probiert die höhenverstellbaren Tische aus.

„Das ist alles sehr modern und hell. Man sieht, dass sich die Planer richtig Gedanken gemacht haben“, sagt der Vater von Niel, der die fünfte Klasse der IGS Kaufungen besucht.

Scheuring gehörte zu den ersten Besuchern, die sich beim Tag der offenen Tür am Samstag durch die neuen, flügelartig angeordneten, zweigeschossigen Klassenhäuser der integrierten Gesamtschule (IGS) führen ließen und einen Blick in den fast fertig gepflasterten Innenhof warfen, wo bald ein Bach (dank Pumpsystem) murmeln soll.

Und Scheuring stand mit seinem großen Lob für den Neubau, den der Kreis mit 13,5 Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Schul- und Hochschulbau“ finanziert hat, nicht allein. Er finde es gut, dass sich das Lernen nicht nur im Klassenraum abspiele, sagte Rainer Soltmann, dessen Tochter die siebte Klasse der IGS besucht und dessen Sohn nächstes Jahr auf diese Schule wechselt. Die Architektur der Häuser sei ideal auf das Lerngruppen- und Teamkonzept der Schule zugeschnitten.

Die Klassenhäuser kann man wohl als neues Flaggschiff des Schulkomplexes bezeichnen. Sie gäben der Schule „ein neues prägendes Gesicht“, sagte Schulleiter Erhard Zammert während der offiziellen Einweihung vor über 200 Gästen am Freitagnachmittag. Die Architektur ermögliche „eine neue Lesart von Schule“. Moderne, helle Räume spielten für den Lernerfolg eine Rolle, meinte er.

Die Schule rücke mit den Klassenhäusern und dem ab Sommer 2012 zur Verfügung stehenden neuen Zentralgebäude näher an das gesellschaftliche Leben Kaufungens heran, meinte Landrat Uwe Schmidt. Die Schule müsse offen für alle möglichen Nutzungen sein. Da sei die geplante gemeinsame Schul- und Gemeindebücherei nur der Anfang. Alle Gruppen des Dorfes seien zur Zusammenarbeit eingeladen. Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß nahm die Einladung an. Mit der IGS könne man der Vision einer neuen Bildungslandschaft näherkommen.

Architekt Joachim Döring erläuterte die technischen Highlights der neuen Klassenhäuser: Wärmeversorgung über Erdwärme und Wärmepumpe sowie ein Energiesparstandard, der 40 Prozent besser als die gesetzlichen Vorgaben sei. Die Klassenhäuser ersetzen den schadstoffbelasteten Altbau, der bald abgerissen werden soll.

Von Peter Dilling

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