SPD-Fraktionen regen Verwaltungsgemeinschaft an

Nachbargemeinden Kaufungen und Helsa Hand in Hand

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Wollen Zusammenarbeit besiegeln: Die beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden Angelika Großberndt (Kaufungen) und Dirk Schröder (Helsa) machen sich für die Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft von Kaufungen und Helsa stark.

Kaufungen/Helsa. Die Nachbargemeinden Kaufungen und Helsa rücken enger zusammen. Um Kosten zu sparen und effektiver zu arbeiten, soll eine Verwaltungsgemeinschaft für die beiden Kommunen gebildet werden.

Wie das genau aussehen könnte, steht noch nicht fest, das Konzept soll in einem längeren Diskussionsprozess entwickelt werden.

Klar ist: Eine Fusion der beiden Gemeinden ist nicht geplant, Kaufungen und Helsa sollen weiter selbstständig bleiben, auch die Angebote für die Bürger sollen nicht ausgedünnt werden.

Die beiden SPD-Fraktionen aus Kaufungen und Helsa stoßen das Projekt mit einem gemeinsamen Antrag an, der im Kaufunger Parlament am Donnerstag, 17. Juli (ab 19 Uhr im Bürgerhaus), vorgestellt wird, in Helsa am 24. Juli (20 Uhr im Gemeindesaal im Rathaus).

Nach den Vorstellungen der beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden Angelika Großberndt (Kaufungen) und Dirk Schröder (Helsa) wird eine Lenkungsgruppe eingerichtet, die bis Sommer 2015 ein Konzept erarbeitet. In der Gruppe sollen neben den beiden Bürgermeistern Arnim Roß (Kaufungen) und Tilo Küthe (Helsa) auch die beiden Parlamentsvorsitzenden, die Ersten Beigeordneten und je ein Vertreter aus allen Fraktionen zusammenarbeiten.

„Wir wollen Synergieeffekte erzielen, ohne die Dienstleistungen auszudünnen“, sagte Dirk Schröder. „Wir werden in allen Verwaltungsbereichen schauen, welches Potenzial einer Zusammenarbeit vorhanden ist“, ergänzt Angelika Großberndt.

„Die Bürger sollen nicht schlechtergestellt werden, im Gegenteil, wir erhoffen uns eher eine Verbesserung“, sagte Großberndt. Denkbar sind Kooperationen etwa im Bereich des Bauhofs, der Ordnungsämter, der Standesämter, der Finanzabteilung und des Einwohnermeldeamts; auch Steuerbescheide könne man zentral verschicken, ohne die Bürger mit längeren Wegen zu belasten. Überlegt werden müsse, ob man jeweils Schwerpunkte in einer der beiden Verwaltungen bilde, aber auch die Gründung eines gemeinsamen Zweckverbands sei denkbar.

Ziel müsse sein, beide Kommunen zukunftssicherer zu machen. Stellenstreichungen seien dabei nicht geplant: „Weniger Personal geht nicht“, sagen die beiden SPD-Vertreter, denn die vom Land übertragenen Aufgaben würden immer umfangreicher.

Auch finanziell verspricht man sich Vorteile, denn das Land belohnt die interkommunale Zusammenarbeit mit höheren Fördersummen.

In Hessen gibt es bisher nur eine Verwaltungsgemeinschaft; die Kommunen Allendorf / Eder und Bromskirchen im Landkreis Frankenberg werden ab 1. Januar 2015 eng zusammenarbeiten.

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