Empfehlung: Nicht auf Zeit spielen

SPD-Abgeordneter zu A 44-Plänen: Land soll Gas geben

Kaufungen/Helsa. Der Niestetaler SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels warnt Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), beim A 44-Weiterbau zwischen Kassel und Helsa auf Zeit zu spielen. Nachdem der Bund seine Hausaufgaben gemacht habe, sei jetzt das Land am Zug.

Gremmels fordert das hessische Verkehrsministerium auf, einen verbindlichen Zeitplan zu erarbeiten und die Anrainerkommunen bei weiteren Planungen eng einzubeziehen. „Dieses Versprechen Al-Wazirs von März muss zeitnah umgesetzt werden“, so Gremmels.

Der Landtagsabgeordnete fordert darüber hinaus in Sachen Erhalt der B7 zwischen Kaufungen und Helsa als Ausweichstrecke, dass das Land den Vorschlag des Kreises zur Übernahme der Trägerschaft ernsthaft weiterprüft. Der ehemalige hessische Verkehrsstaatssekretär Steffen Saebisch (FDP) hatte entsprechende Prüfungen signalisiert. Seit dem Regierungswechsel zu den Grünen sind die Gespräche dazu versandet. „Die B 7 als Umleitungsstrecke muss zwingend erhalten werden, um Lkw-Begegnungsverkehr in den Ortslagen von Helsa und Kaufungen zu verhindern“, so Gremmels.

Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck (Niestetal) macht Druck. Ein Zeitspiel oder Arbeitsverweigerung werde man dem grünen Verkehrsminister Al-Wazir „nicht durchgehen lassen“, meint sie. Die Prüfaufträge des Bundes müssten nach dem Gesehen-Vermerk zwar abgearbeitet werden, es sei aber keine Genehmigung durch den Bund mehr erforderlich. Dies habe ihr die Fachebene im Bund auf Nachfrage bestätigt. Die Prüfaufträge seien zudem größtenteils schon wegen der Kritik des Rechnungshofes bearbeitet. (hog)

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