Bauarbeiten für letzten Abschnitt bei Lohfelden und Kaufungen-Papierfabrik beginnen

A7: Endspurt beim Lärmschutz

Horst Sinemus

Lohfelden/Kaufungen. Zehntausende Autofahrer können tagtäglich verfolgen, wie die Lärmschutzwand entlang der Autobahn 7 bei Lohfelden wächst. Imposante zwölf Meter hoch ist die Anlage, die inzwischen vom Autobahnkreuz Kassel-Mitte bis zur Lindenkopfbrücke reicht.

Heute nun beginnen die Vorarbeiten für den fünften und letzten Abschnitt des gigantischen Projekts. Der letzte, 553 Meter lange Teil auf der östlichen Seite beginnt an der Lindenkopfbrücke - sie verbindet Lohfelden und den Kasseler Stadtteil Forstfeld - und endet an der Anschlussstelle Kassel-Ost.

Bis die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, werden nach Angaben von Horst Sinemus, Sprecher der Straßenbaubehörde Hessen Mobil, allerdings noch rund vier Wochen vergehen. Der Grund: Zunächst werden die Fahrstreifen in Richtung Norden behelfsmäßig neu markiert, um am rechten Straßenrand Platz für Bauarbeiter und Maschinen zu schaffen. Laut Sinemus wird dann zunächst die alte Schutzwand entfernt. Sie genügt nicht mehr den künftigen Anforderungen an den Lärmschutz für die Menschen in Lohfelden und Kaufungen-Papierfabrik.

Schließlich sollen nach einer Prognose von Hessen Mobil im Jahr 2020 täglich bis zu 102 000 Fahrzeuge auf der Nord-Süd-Verbindung rollen - rund 30 000 mehr als heute. Die A 7 zwischen dem Südkreuz Kassel und Kassel-Ost wird dann nämlich als Verbindungsstrecke für all jene Fahrzeuge dienen, die auf der nicht durchgehenden Autobahn 44 unterwegs sind.

Um die zusätzlichen Automassen fassen zu können, wird die A 7 zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost von sechs auf acht Fahrstreifen ausgebaut. Die Gesamtbreite der Autobahn verändert sich dadurch aber nicht. Die Fahr- und die Standstreifen werden schmaler sein als gewohnt.

Bereits jetzt wird bei Hessen Mobil auch die Lärmschutzwand auf der westlichen Seite der A 7 geplant. Sie soll die Bewohner der Kasseler Stadtteile Forstfeld, Bettenhausen und Waldau vor den schlimmsten Belastungen bewahren. Die Bauarbeiten dort werden laut Behördensprecher Sinemus allerdings erst beginnen, wenn die Lärmschutzwand auf der Ostseite der Autobahn komplett ist. Die Forderungen nach einem wirksamen Lärmschutz für die Autobahn-Anwohner in Lohfelden, Kaufungen-Papierfabrik und den östlichen Stadtteilen Kassels gehen bereits auf das Jahr 1998 zurück. Sie wurden seinerzeit im Zuge des Raumordnungsverfahrens für den Neubau der A 44 im Lossetal erhoben.

Von Peter Keteritzsch

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