Ende 2017 ist Schluss

Air Liquide gibt Standort in Kaufungen-Papierfabrik auf

+
Ende des Jahres ist Schluss: Air Liquide stellt die Produktion von Spezialgasen im Gewerbegebiet Kaufungen-Papierfabrik ein.

Kaufungen. Lange wurde über die Zukunft des Standorts spekuliert, jetzt gibt es Gewissheit: Air Liquide gibt sein Werk im Gewerbegebiet Kaufungen-Papierfabrik Ende 2017 auf.

Das bestätigte Unternehmenssprecher Fabian Radix am Dienstag auf HNA-Anfrage. Ausschlaggebend für die Schließung seien betriebswirtschaftliche Gründe. „Wir bedauern sehr, dass wir den Standort schließen müssen, sehen aber leider keine Alternative“, sagte Radix.

Für die verbliebenen neun Mitarbeiter habe Air Liquide mit der Arbeitnehmervertretung in den vergangenen Wochen einen Sozialplan mit Interessenausgleich ausgehandelt. „Für die zum größten Teil sehr langjährigen Mitarbeiter sind darin entsprechende sozial verträgliche Regelungen vereinbart worden“, sagte Unternehmenssprecher Radix.

Während für die Beschäftigten nun Klarheit herrscht, ist noch offen, was aus dem rund 10.000 Quadratmeter großen Werksgelände in Papierfabrik wird. Informationen zur weiteren Nutzung des Areals könnten zurzeit noch nicht gegeben werden, hieß es. Das Firmengelände liegt zwischen der Leipziger Straße und der Straßenbahntrasse direkt an der A7-Anschlussstelle Kassel-Ost.

Mit der Entscheidung der Düsseldorfer Firmenzentrale, die Gasproduktion in Kaufungen einzustellen, endet ein Rückzug auf Raten, der im Jahr 2013 begann. Damals schloss Air Liquide sein auf dem Werksgelände angesiedeltes Kunden-Servicecenter. Die Nachricht traf die damals noch insgesamt rund 45 Mitarbeiter zählende Belegschaft in Papierfabrik überraschend.

Begründet wurde die Entscheidung seinerzeit mit dem wachsenden Konkurrenzdruck in der Branche. Seit der Schließung des Kunden-Servicecenters werden die Spezialgase von einer Firma im Kasseler Osten vertrieben. Die Versorgung der Kunden sei auch über den 31. Dezember 2017 hinaus sichergestellt, sagte Radix. Anders als bei der Schließung vor vier Jahren waren die verbliebenen neun Beschäftigten der Gasproduktion offenbar vorbereitet. Nach HNA-Informationen waren die Mitarbeiter bereits Ende Januar bei einer Betriebsversammlung über die Möglichkeit einer Schließung informiert worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.