Überarbeiteter Bauantrag liegt der Gemeinde vor

Alter Festplatz in Kaufungen: Mehr Platz fürs Mehrgenerationen-Projekt

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Die Planungen werden konkreter: Hier auf dem alten Festplatz in Kaufungen sollen generationsübergreifende Wohnhäuser entstehen. Hinten im Bild ist der Kita-Neubau zu sehen.  

Kaufungen. Das Projekt einer Kaufunger Initiative, die gemeinschaftliches Wohnen für Jung und Alt auf dem Alten Festplatz verwirklichen will, nimmt Form an.

Nachdem einige Änderungen im Bebauungsplan notwendig waren, liegt der Gemeinde nun der überarbeitete Bauantrag für das Grundstück zwischen der neuen Kita und dem Areal, auf dem Einfamilienhäuser entstehen sollen, vor.

Jürgen Christmann

„Jetzt muss über den geänderten Bebauungsplan noch im Bauausschuss und in der Gemeindevertretung abgestimmt werden“, erklärt Jürgen Christmann, technischer Leiter der Gemeindewerke Kaufungen. Darüber wird in der nächsten öffentlichen Gemeindevertretersitzung am 16. November entschieden.

So ist im geänderten Bebauungsplan unter anderem ein verkleinerter Wendehammer sowie eine Vergrößerung der Parkplatzflächen vorgesehen. Das Konzept der Kaufunger Initiative erfordert ein 3600 Quadratmeter großes Grundstück. Diese Größe hat es aktuell nicht, da es seinerzeit beschnitten wurde, um genug Platz für den neuen Kindergarten auf dem Alten Festplatz zu gewinnen.

Gemeinschaftlich Wohnen in Niestetal

Das Architekturbüro Sprengwerk in Kassel wird treuhänderisch für die Kaufunger Projektgruppe den Kaufvertrag abschließen. Der planende Architekt Matthias Tunnemann sieht gute Chancen, dass Ende nächsten Jahres das erste Haus der Gemeinschaftsanlage bezogen werden kann.

Hintergrund: So soll auf dem Alten Festplatz gebaut werden

Geplant sind drei dreigeschossige, barrierefreie Wohnhäuser – jeweils mit Dachgeschoss und teilweise auch mit Aufzügen ausgestattet. Die Gebäude sollen sich u-förmig um einen Gemeinschaftsgarten gruppieren. 

25 Wohnungen ab einer Größe von 50 Quadratmetern sollen Platz für bis zu 60 Personen schaffen. Geplant sind auch Gemeinschaftsräume sowie ein Gäste-Appartement. Die Planungen werden in enger Zusammenarbeit mit dem beauftragten Architekten Matthias Tunnemann vom Architekturbüro Sprengwerk in Kassel durchgeführt. 

Insgesamt ist das Projekt mit 5,5 Millionen Euro veranschlagt, davon müssen 25 bis 30 Prozent als Eigenkapital aufgebracht werden. Eigentumswohnungen wird es nicht geben, da dies dem Gemeinschaftsgedanken nicht förderlich ist. Der nicht profitorientierte genossenschaftliche Ansatz wird von allen Projektinteressierten bevorzugt. 

Im Gespräch ist zudem die Einrichtung einer Wohngemeinschaft für geistig behinderte junge Erwachsene. Auch wird überlegt, eine Pflege- Wohngemeinschaft einzuplanen, sodass ältere, pflegebedürftig gewordene Mitbewohner im Projekt bleiben können. Hier wäre eine Zusammenarbeit mit der Sozialstation Kaufungen denkbar. 

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