Hoffen auf bessere Straßen

Areal im Stiftsbezirk von Kaufungen könnte Teil von Kulturpfad werden

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Die Straße Hofgarten in Oberkaufungen ist seit Jahrzehnten kaputt. Nun gibt es Hoffnung, dass mit der Hofgartenwiese (rechts) auch die Straße aufgewertet wird.

Kaufungen. Das Stiftsareal in Oberkaufungen wird für Besucher möglicherweise attraktiver. Nach jahrelanger Diskussion über eine Aufwertung des Hofgartens im Schatten des Stiftsguts gibt es einen Vorschlag für die Nutzung der als Filetstück geltenden, bislang aber nur als Pferdekoppel genutzten Wiese.

Demnach soll das gemeindeeigene Areal, das zurzeit an den Eigentümer des Stiftsguts und CDU-Gemeindevertreter Dr. Christian Karst verpachtet ist, Teil eines Gartenkulturpfads werden. Dieser könnte vom Regionalmuseum Alte Schule über die Hofgartenwiese, die Straße Zur schönen Aussicht, den Hütten- und den Stiftshof zum Stiftsgut verlaufen.

Der Rundweg soll nach den Vorstellungen des Arbeitskreises "schöne und historische Gartenanlagen" miteinander verbinden. Was es mit den Gärten - zu ihnen zählt die parkähnliche Anlage zwischen Renterei und Zehntscheune - auf sich hat, wird den Besuchern auf mehreren Informationstafeln erläutert.

Carsten Marth

Auf der Hofgartenwiese selbst soll eine Allee aus Obstbäumen angelegt werden. Von der Schulstraße aus, das sieht das Konzept vor, wird die auch als Veranstaltungsort vorgesehene Hofgartenwiese über eine Treppe und einen befestigten Weg zu erreichen sein.

Die Kosten für das Projekt Gartenkulturpfad beziffert die Gemeinde nach Auskunft von Hauptamtsleiter Carsten Marth mit rund 80.000 Euro. Für die Umsetzung werde man sich um Fördergeld der EU bemühen.

Mehr noch als auf die Aufwertung der Hofgartenwiese dürfte viele Anwohner allerdings die Frage interessieren, was aus der Straße Hofgarten wird. Sie gilt als eine der ältesten historischen Straßen in Kaufungen - und so ist auch ihr Zustand. Neben Teilen des ursprünglichen groben Pflasters besteht die auch als Abstellplatz für Reisebusse dienende Verbindung im Wesentlichen aus Schlaglöchern und Flickwerk.

"Keine Frage, die Straße muss gemacht werden", sagte Hauptamtsleiter Marth. Zuvor müsse aber geklärt werden, ob der Hofgarten als Teil des Stiftsbezirks als Pflasterstraße oder als normale Straße gestaltet werden soll. Die Kosten für die Sanierung der Straße seien daher "zurzeit nicht zu beziffern".

Von Peter Ketteritzsch

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