Zwischen Helsa und Waldhof

Gleisbett erneuert: Lossetalbahn fährt wieder 

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Hier flogen die Funken: An der Wendeschleife Helsa wurden die Weichen geschweißt und überprüft. Die Strecke ist seit heute Morgen wieder für Straßenbahnen freigegeben. 

Kaufungen/Helsa. Kein Schienenersatzverkehr mehr - nach Bauarbeiten nimmt die Lossetalbahn zwischen Helsa und Waldhof wieder den Betrieb auf. 

Eine voll besetzte Straßenbahn wiegt an die 30 Tonnen. Deshalb gehörte die Befestigung eines Grabens entlang der Lossebahn-Trasse zwischen Helsa und Waldhof zu den wichtigsten Aufgaben der viertägigen Unterhaltungsarbeiten, die Sonntagabend zu Ende gegangen sind.

Seit Montag rollen die Straßenbahnen wieder über die 20 Kilometer lange Strecke. Am Freitagnachmittag füllten Arbeiter der Firma Rose auf 200 Metern Länge Kies in den bergseitigen Graben des Gleisbetts. Gleisbagger hievten schwere Betonteile auf das Kiesbett. Die aufwendigen Arbeiten sollen verhindern, dass Wasser den Gleiskörper unterspült und ihn irgendwann zum „Schwimmen“ bringt.

Technik ist Trumpf: Projektleiter Sven Nagel vor der riesigen Stopfmaschine, die das Gleis anhebt und gleichzeitig Schotter ins Gleisbett drückt.

Doch das waren nicht die einzigen Arbeiten, die an der Strecke nötig waren, die währenddessen stillgelegt und durch einen Busersatzverkehr bedient wurde: Nach den Worten von Projektleiter Sven Nagel von der Hessischen Landesbahn (HLB) sind beispielsweise die Weichen eine der Schwachstellen. Ihr Profil wird mit der Zeit abgefahren. Sie müssen neu geschweißt und geschliffen werden. Das habe nicht nur mit dem Komfort der Fahrgäste, sondern auch mit der Sicherheit des Fahrbetriebs zu tun, erläuterte Nagel. Außerdem wurden bei den Bauarbeiten die Strommasten auf ihre Standfestigkeit geprüft.

Auch das Gleisbett selbst leidet unter den ständigen Belastungen. Daher waren eine Schotterstopfmaschine und ein Schotterpflug im Duo unterwegs, um die Gleise samt Schwellen leicht anzuheben und neuen Schotter hineinzustopfen. „Das Material haben wir mit 16 Bahnwagen in einem Nachteinsatz entlang der Strecke verteilt“, berichtete Nagel. 35 Arbeiter waren während der Unterhaltungsarbeiten gleichzeitig im Einsatz.

Gleisbagger im Einsatz: Zwischen Helsa und Waldhof legten Arbeiter eine Betonrinne an (links), damit das Oberflächenwasser den Gleiskörper nicht unterspülen kann.

Die Strecke stehe ständig unter Beobachtung. Alle drei Monate werde sie von Mitarbeitern gezielt abgelaufen und auf Schäden überprüft, sagte Nagel. Die Sommerferien habe man jetzt genutzt, um die ganze Reparaturliste abzuarbeiten.

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