Frühlings-Empfang: Chancen und Hürden für Kaufungens Zukunft

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Schöne Stimmen: Sängerinnen der Musikschule Söhre/Kaufunger Wald versüßten den Empfang mit Rock ’n’ Roll und Pop. Fotos: Dilling

Kaufungen. Andere Gemeinden begrüßen das neue Jahr, Kaufungen begrüßte am Samstag mit einem festlichen Empfang den Frühling.

Man wolle sich vom dicht gedrängten Reigen der Jahresempfänge in der Region etwas absetzen, sagte Bürgermeister Arnim Roß (SPD) zur Eröffnung des Empfangs im renovierten Bürgerhaus vor geschätzten 250 Gästen aus Wirtschaft, Kommunalpolitik und zahlreichen Institutionen. Sehr gut, wieder ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem man punkten kann, würde wohl Regionalmanager Holger Schach sagen, der später als Festredner die guten wirtschaftlichen Aussichten für Kaufungen und die Region ausmalte.

Nicht nur Schach versprühte Optimismus, auch Roß zeigte sich vor den Gästen, die an den Tischen an den Laugenbrezeln knabberten, selbstbewusst, was die Zukunft der Gemeinde betrifft: Kaufungen sei eine aufstrebende Gemeinde, ein guter Standort zum Wohnen, Arbeiten und um Umsätze zu erwirtschaften. 3700 Arbeitsplätze biete die Gemeinde. 40 Prozent trügen die Gewerbesteuereinnahmen zum Haushalt bei. Wenn da nicht die Autobahn A44 wäre.

Begrüßung: Bürgermeister-Ehefrau Katja Schöne (von links), Arnim Roß und Gisela Böth.

Die Unsicherheiten über den Trassenverlauf hemmten Kaufungen in seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Dringend nötige Gewerbegebiete könnten deshalb nur verzögert oder gar nicht ausgewiesen werden, klagte Roß. Immerhin habe die HNA mit ihrer jüngsten Berichterstattung etwas Klarheit geschaffen. An diesem Punkt hakte Landrat Uwe Schmidt (SPD) später ein: Es sollten sich alle einsetzen, „dass der Umleitungsverkehr der A44 nicht durch Kaufungen und Helsa führt“.

Energiewende, rasantes Wachstum im Logistik- und Gesundheitsbereich, Elektromobilität, neue Strategien im Tourismus: Das seien die Felder, die auch Kaufungen eine glänzende Zukunft bescheren können, sagte Schach in seiner Festrede. „Die Zentralität ist unser wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Regionen“, meinte er. Das Regionalmanagement Nordhessen habe in den vergangenen Jahren für einen beispiellosen Aufschwung gesorgt. Gerade im Touristikbereich gehe es aber ohne innovative Konzepte nicht voran. Schach warb dabei für die neue Pauschalkarte für Touristen, die zum kostenlosen Eintritt in viele Einrichtungen der Region berechtigt. (pdi)

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