Auktion ist Ende September 

Deutsche Bahn verkauft Flächen am Bahnhof Oberkaufungen 

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Der obere Teil: Das Grundstück zwischen der Bahnstrecke und dem Oberen Struthweg/Am Bahnhof. Auf dem oberen Grundstücksteil befinden sich ein Lagergebäude und eine oberirdische Tankanlage. Das Areal ist über einen mit Natursteinen beziehungsweise asphaltierten Weg zu erreichen. 

Kaufungen. Die Deutsche Bahn will ihre Flächen am Bahnhof Oberkaufungen verkaufen. Ein Auktionator aus Berlin wurde mit der Versteigerung beauftragt. 

Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, dass die Gemeinde Kaufungen Grundstücke am Bahnhof Oberkaufungen von der Deutschen Bahn AG erwerben wollte. Der Kauf kam aber nie zustande. Nun will sich die Bahn doch von ihrer Liegenschaft trennen und hat das Berliner Auktionshaus Karhausen mit der Versteigerung beauftragt – die Gemeinde wurde nicht informiert, wie Bürgermeister Arnim Roß (SPD) auf Anfrage mitteilte.

„Einen Kauf der Flächen strebt die Gemeinde nicht an“, teilte der Kaufunger Verwaltungschef in einer schriftlichen Erklärung mit. Im August 1997 hatten sich die Gemeindevertreter unter Bürgermeister Günther Burghart (SPD) im Zuge des Baus der Lossetal-Tram darauf verständigt, die Grundstücke von der Bahn zu kaufen, um die Existenz dort angesiedelter Gewerbebetriebe zu sichern. Konkret ging es um einen Baustoffhandel, eine Metallbaufirma, einen Heizölhändler und einen Gartenbaubetrieb.

Der untere Bereich: Auf dem Grundstücksteil hinter dem Lager (rechts) befindet sich die ehemalige Laderampe. Der Randbereich ist mit einem Baum und Strauchbewuchs verwildert.

Für die Flächen nördlich und südlich der Bahngleise am Bahnhof Oberkaufungen hatte die Gemeinde Kaufungen Ende der 1990er-Jahre schon einen Bebauungsplan aufgestellt. „Der Bebauungsplan „Bahnhof Oberkaufungen“ wurde als Satzung beschlossen, konnte aber nicht in Kraft gesetzt werden“, erklärt Roß und ergänzt: „da die Bemühungen der Gemeinde, die Flächen anzukaufen und sie als Bahnflächen entwidmen zu lassen, bisher scheiterten.“

Mit dem Bebauungsplan sollte damals auch eine Veränderungssperre realisiert werden. Der damalige Bürgermeister Burghardt sah darin eine Möglichkeit, Bauvorhaben im Bahnhofsbereich zu verhindern, die nicht mit den Vorstellungen der Kommune übereinstimmen. Damit das auch künftig so bleibt, hat sich die Gemeinde im Bauausschuss beraten und entschieden, das Bauleitplanverfahren für das Grundstück wieder aufzunehmen und eine städtebauliche Lösung für die offensichtlich von der Bahn nicht mehr benötigten Flächen zu erarbeiten.

Die Versteigerung der Liegenschaft betreut Matthias Knake: „Auf dem Areal mit zirka 5000 Quadratmetern Fläche befindet sich eine ehemalige Ladestraße“ teilt der Auktionator mit. Eine Teilfläche werde von einem Mieter genutzt, der ein Lagergebäude aus Holz errichtet hat. Teile des Grundstücks sind befestigt. Er weist in seinem Exposé darauf hin, dass eine bauliche Entwicklung mit den Behörden vor Ort und der Bahn abgestimmt werden muss. Das Mindestgebot liegt bei 15 000 Euro. Das Exposé, in dem auch die Vertragsbedingungen für Bahnobjekte enthalten sind, erhalten Interessenten beim Auktionshaus unter Tel. 030/89 04856 oder per Mail: info@karhausen-ag.de. 

  www.karhausen-ag.de

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