DRK-Altenpflegeheim in Kaufungen auf 94 Plätze erweitert

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Gelungenes Ensemble: Der Neubau des DRK-Altenpflegeheims wurde geschickt in die Hanglage und die ehemalige Wandelhalle integriert. Heimleiter Stephan Kratzenberg (links) und Geschäftsführer Norbert Schwarzer stehen vor dem umgebauten und sanierten Stammgebäude.

Kaufungen. Es ist geschafft: Nach einer Bauzeit von acht Jahren sind die Erweiterung und der Umbau des DRK-Altenpflegeheims auf dem Gelände der ehemaligen Lungenheilstätte in Oberkaufungen abgeschlossen.

Die endgültige Fertigstellung der stationären Pflegeeinrichtung, die jetzt über 94 Plätze in 84 Einzel- und fünf Doppelzimmern verfügt, wird am morgigen Freitag, 26. Juni, offiziell gefeiert. Hierzu werden Staatssekretär Wolfgang Dippel (CDU) vom hessischen Sozialministerium und weitere Ehrengäste erwartet. Die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, hält die Festrede.

„Wir genießen die gute Rundumbetreuung und besonders die Parkanlage“, sagt Gustav Wassermann. Wie viele andere Senioren hat der 85-jährige Rentner aus Landwehrhagen im Kaufunger Altenpflegeheim ein behütetes neues Zuhause gefunden.

Rund zehn Millionen Euro hat das DRK aufgewendet, um die seit mehr als 30 Jahren bestehende stationäre Seniorenpflegeeinrichtung grundlegend zu erneuern. Vom Land Hessen flossen für das Projekt Zuschüsse von drei Millionen Euro und weiteres Fördergeld als Darlehen.

Ab 2007 wurde hinter der ehemaligen Wandelhalle ein Erweiterungsbau errichtet. Vier Jahre später schloss sich die Ertüchtigung des unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäudes an. In diesem Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Haus waren die weiblichen Patienten der ehemaligen Lungenheilstätte untergebracht.

Träger des Altenpflegeheims und der benachbarten Geriatrischen Klinik ist der Verein „DRK-Heime und -Anstalten - Bezirk Kassel“.

Ein neues Zuhause für Senioren: Auf unserem Bild vor dem Neubau des DRK-Altenpflegeheims sind die Bewohner Auguste Batz (85, von links), Annerose Schinkmann (91) und Gustav Wassermann sowie Mitarbeiterin Renate Seeger (hinten) zu sehen.

„Die beiden Einrichtungen ergänzen sich im laufenden Betrieb“, sagte Geschäftsführer Norbert Schwarzer (60) der HNA. Das gelte vor allem für die gemeinsame Küche, die Therapie und das Personalmanagement.

Heimleiter Stephan Kratzenberg ist froh, dass auch die mehrjährigen Bauarbeiten im Altgebäude jetzt beendet sind: „Das war hart“, so der 52-jährige Heimleiter, der die wegen der Baumaßnahme ausgelagerten zwölf Bewohner-Plätze im früheren Ärztehaus aufrechterhalten möchte.

Den Haupteingang des Altenpflegeheims erreicht man jetzt von der oberen Zufahrt über eine Fußgängerbrücke. Das schaffe sehr viel mehr Ruhe an der Parkseite, sagt der Heimleiter.

In den Gebäuden führen helle Flure zu den Bewohnerzimmern, die individuell mit Klingel und Briefkasten ausgestattet sind, und zu den großzügigen Aufenthalts- und Wohnküchenbereichen. „Demenzkranke Bewohner betreuen wir nach einem speziellen Konzept“, sagte der Heimleiter während eines Rundgangs. Dazu gehöre auch ein ansprechend gestalteter Gartenbereich.

Für Sonntag, 19. Juli (13 bis 18 Uhr), lädt das DRK-Altenpflegeheim zu einem Sommerfest für Bewohner, Angehörige und Besucher ein. Am Sonntag, 11. Oktober, findet ein Tag der offenen Tür statt.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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