Beisetzung am Samstag

Hunderte Menschen bei Trauerfeier für getötete Fotografin Niedringhaus

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Hunderte Menschen bei Trauerfeier für getötete Fotografin Niedringhaus

Höxter/Kaufungen. Mehrere hundert Freunde, Kollegen und Angehörige haben am Samstag im westfälischen Höxter bei einer Trauerfeier Abschied von der in Afghanistan getöteten Fotografin Anja Niedringhaus genommen.

Die preisgekrönte 48-jährige Reporterin der US-Nachrichtenagentur AP, die auch eine Wohnung in Oberkaufungen hatte, wo ihre Schwester wohnt, war am 4. April in der afghanischen Unruheprovinz Chost von einem Polizisten erschossen worden. Ihre kanadische Kollegin Kathy Gannon (60) wurde schwer verletzt.

Anja Niedringhaus.

Bei der Trauerfeier in der Abteikirche des Klosters Corvey wollten der in Höxter lebende frühere Leiter des UN-Umweltprogramms Unep, Klaus Töpfer, sowie Vertreter der AP-Chefredaktion und ein Freund von Niedringhaus Ansprachen halten.

Die 2005 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Niedringhaus stammte aus Höxter. Sie sollte im Anschluss an die Gedenkfeier auf dem städtischen Friedhof beigesetzt werden.

Nach dem Tod von Niedringhaus hat die Bundesanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Bei dem festgenommene

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n Schützen handelt es sich den Angaben zufolge um den Kommandeur eines Polizei-Kontrollpunkts. Als Motiv hatte er Rache für Nato-Luftangriffe auf sein Dorf angegeben. Niedringhaus hatte seit den 1990er Jahren aus Kriegs- und Krisengebieten wie Bosnien, Nahost, Irak und Afghanistan berichtet.

Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter gemeinsam mit anderen Fotografen 2005 den amerikanischen Pulitzer-Preis für ihre Bilder aus dem Irak-Krieg. Sie lebte in Genf und auf dem Hof ihrer Schwester bei Kassel. Ihrer Heimatstadt Höxter war die weit gereiste Fotografin immer eng verbunden geblieben. (dpa)

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