Zwei verschiedene Warnsignale sind zu hören

Großer Probe-Alarm in Kaufungen: Sirenen heulen heute

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Zwei Hochleistungssirenen gibt es heute in Kaufungen: eine steht auf dem Dach des Feuerwehrstützpunkt...

Was in Zeiten des Kalten Krieges regelmäßig zu hören war, ist heute eher eine Seltenheit geworden: der Sirenen-Probealarm. Dieser wird heute seit 10 Uhr in Kaufungen getestet.

Am heutigen Samstag werden seit 10 Uhr in Kaufungen die Sirenen zwei verschiedene Warnsignale abgeben. Im Video ist beispielhaft zunächst die Warnung der Bevölkerung, danach die Alarmierung der Feuerwehr zu hören. 

In Kaufungen steht das erste Signal für die Alarmierung der Feuerwehr. Dabei handelt es sich um einen Dauerton von einer Minute Länge, der zweimal für jeweils zwölf Sekunden unterbrochen wird. Wenn der Alarm vorbei ist, also Entwarnung gegeben wird, dann ertönt noch einmal ein einminütiger Dauerton.

Hier  kann man sich den Warnton zur Alarmierung der Feuerwehr anhören.

Bei dem zweiten Alarmsignal, das direkt im Anschluss des ersten Signals zu hören ist, handelt es sich um eine allgemeine Warnung der Bevölkerung – zum Beispiel im Falle einer Katastrophe. Dieses Sirenensignal dauert ebenfalls eine Minute lang an, schwillt und ebbt dabei jedoch kontinuierlich auf und ab (Heulton). Kann Entwarnung gegeben werden, ertönt erneut der einminütige Dauerton.

Hier  kann man sich das Alarmsignal Alarmierung zur allgemeinen Warnung der Bevölkerung anhören.

Am Samstag, den 15. Oktober, findet ab 10.05 Uhr auch in Kassel ein Probealarm statt.

"Jedes Sirenensignal setzt die Kenntnis ganz bestimmter Verhaltensregeln seitens der Bevölkerung voraus", sagt Kaufungens Hauptamtsleiter Carsten Marth. Problem sei, "dass viele Leute gar nicht mehr wissen, was die einzelnen Sirenenzeichen überhaupt bedeuten". Daher jetzt auch der Probealarm: "Wir wollen nicht nur unsere Sirenen auf Funktionstüchtigkeit hin prüfen, sondern auch die Bevölkerung dafür sensibilisieren, was zu tun ist, wenn tatsächlich einmal Gefahr signalisiert wird", sagt Marth.

Denn gemäß des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes sind es die Gemeinden, die dafür zuständig sind, die Bevölkerung im Gefahrenfall zu warnen. "Wie sie das machen, ist egal", sagt Ute Jäger, Sprecherin des Landkreises Kassel, "nur müssen sie es tun".

Tatsächlich sei der Einsatz von Sirenen nach wie vor der effektivste Weg, die Bevölkerung zu warnen, sagt Marth. Im Brandschutz beispielsweise gebe es zwar längst die sogenannte stille Alarmierung der Wehrleute via Funkmeldeempfänger. "Jedoch gibt es auf dem Land immer wieder Funklöcher, so dass alle Einsatzkräfte im Brandfall nie ganz sicher erreicht werden können", sagt Marth. Eine Sirene sei dagegen über viele Kilometer weit zu hören.

Ende 2013 hatte die Gemeinde Kaufungen zwei neue Hochleistungssirenen angeschafft, eine ist am Feuerwehrstützpunkt an der Theodor-Heuss-Straße montiert, die andere auf dem Dach der Kita Sternschnuppe in Kaufungen-Papierfabrik. "Beide Sirenen decken jeweils einen sicheren Schallradius von 2,5 Kilometern ab", sagt Marth.

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