Betriebsgelände statt Einfamilienhäuser

Grundstücke gekauft: Kaufunger Firma Sika kann wachsen

Platz für Sika-Erweiterung: Die Wiesen und die Kleingartenkolonie grenzen an das frühere Betriebsgelände eines Baustoffhandels, das die Firma bereits 2010 gekauft hatte. Foto:  Gemeinde Kaufungen/nh

Kaufungen. Eigentlich sollte auf dem rund 6000 Quadratmeter (knapp ein Fußballfeld) großen Areal unweit des Bahnhofs Oberkaufungen ein kleines Wohngebiet entstehen.

Doch anders als noch im Sommer 2014 geplant, wird das Areal nicht Platz für acht bis zehn Einfamilienhäuser bieten. Stattdessen dient das Gelände nunmehr als Erweiterungsfläche für das in Oberkaufungen ansässige Unternehmen Sika Dr. Siebert & Kühn.

Um einen Beitrag zur Lösung der Platzprobleme des weltweit tätigen Herstellers von Temperaturmess- und Durchflusstechnik zu leisten, hat die Gemeinde insgesamt drei Grundstücke am Oberen Struthweg an Sika verkauft. Das teilte Bürgermeister Arnim Roß (SPD) am Mittwoch mit. Angaben zum Kaufpreis machte der Verwaltungschef nicht.

Das seit 75 Jahren in Oberkaufungen ansässige Familienunternehmen mit insgesamt 330 Mitarbeitern hat seinen Hauptsitz nur einen Steinwurf von der Erweiterungsfläche entfernt am Struthweg. Dort kann sich die Firma, die das heute unter anderem in Schiffsmotoren verwendete Maschinenthermometer erfunden hat, allerdings nicht ausdehnen.

Arnim Roß

Dabei stehen die Zeichen bei Sika auf Wachstum. „Wir möchten unsere Aktivitäten am Standort Kaufungen ausbauen, da wir uns vor Ort sehr wohlfühlen und die Gemeinde die Zukunftssicherung unseres Unternehmens unterstützt“, sagte Geschäftsführer Christian Siebert.

Bereits vor fünf Jahren hatte sich Sika ein Grundstück in der Nähe des Firmensitzes gesichert. 2010 kaufte das Unternehmen das frühere Betriebsgelände eines Baustoffhandels von Edeka-Hessenring (Melsungen). Es wird zurzeit als Parkplatz für die Sika-Beschäftigten genutzt. Eine Bebauung der Erweiterungsflächen sei „mittel- bis langfristig“ geplant. Siebert sprach gegenüber der HNA von fünf bis zehn Jahren.

Im Zuge der Diskussion über den Standort für einen neuen Lebensmittelmarkt hatte der Handelskonzern zunächst erwogen, am Struthweg zu bauen. Tatsächlich entstand der neue Edeka-Markt später auf dem früheren Riffer-Gelände am Ortsrand von Oberkaufungen.

Von Peter Ketteritzsch

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