Verwaltungsgemeinschaft mit Kaufungen: Helsa strebt Kooperation an

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Gerhard Schneider (SPD)

Helsa/Kaufungen. Die Gemeinde Helsa beabsichtigt, mit Kaufungen eine Verwaltungsgemeinschaft einzugehen. Die Fraktionen von SPD und CDU sowie ein Vertreter der Grünen Liste Helsa stimmten am Donnerstag für den Prüfauftrag, zwei Mitglieder der GLH enthielten sich.

In der Gemeindevertretung Kaufungen hatte der Vorschlag in der vergangenen Woche keine Mehrheit gefunden; nun wird sich der Haupt- und Finanzausschuss des Kaufunger Parlaments noch einmal mit dem Thema befassen.

Von Helsaer Seite will man das Vorhaben anschieben. Die Bildung einer Lenkungsgruppe ist geplant; sie soll bis kommenden Sommer ein Konzept erarbeiten. In der Lenkungsgruppe sollen die beiden Bürgermeister, die Parlamentsvorsitzenden, die Ersten Beigeordneten und je ein Vertreter der Fraktionen mitarbeiten. Außerdem soll ein Verwaltungsteam gebildet und geprüft werden, ob es Fördergeld für diese interkommunale Zusammenarbeit vom Innenministerium gibt.

Die SPD warb für die neue Form der Kooperation, die in Hessen einmalig sei. Dabei gehe es nur um den Zusammenschluss der Verwaltungen. „Die beiden Gemeinden bleiben selbstständig, jede behält einen eigenen Haushalt und das eigene Gemeindegebiet. Auch Entlassungen von Mitarbeitern wird es nicht geben“, sagte Gerhard Schneider (SPD).

„Identität bleibt erhalten“

Anders als die CDU in Kaufungen sprach sich Unionssprecher Frank Williges für das Projekt aus. Interkommunale Zusammenarbeit sei sinnvoll, Souveränität und Identität der beiden Gemeinden blieben erhalten. Kritisch merkte er jedoch „SPD-lastige Zusammensetzung“ der Lenkungsgruppe an.

Kooperationen seien sinnvoll, sagte GLH-Sprecher Jürgen Fasold, aber die Lenkungsgruppe sei „ein aufgeblähtes Gebilde“. (hog)

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