Nach Kritik von Anliegern: Bürgermeister Arnim Roß zieht Konsequenzen

Hindernis zur Verkehrsberuhigung in Oberkaufungen wird entfernt

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Die Gabione wird wieder entfernt: Autofahrer fürchten von Beginn an, dass der Steinkorb an der Straßenbahnbrücke in Oberkaufungen zu Unfällen führen wird.

Kaufungen. Die ungeliebte sogenannte Gabione – der Steinkorb an der Straßenbahnbrücke „In der Rose“ in Oberkaufungen – die den Verkehr in Schach halten soll, wird wieder entfernt.

Das teilte Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß auf HNA-Nachfrage zu der nicht-öffentlichen Anliegerversammlung mit, die am Mittwochabend stattfand.

Arnim Roß

Roß erklärte, dass Seitenradarmessungen, die nach dem Aufstellen des Hindernisses zur Verkehrsberuhigung durchgeführt wurden, nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht haben. „Wir hatten uns diesen Effekt erhofft, aber ein Verkehrshindernis wollen wir auch nicht. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Gabione wieder zu entfernen“, erklärte Roß.

Frühere Radarmessungen hätten ergeben, dass 65 Prozent der Autofahrer an dieser Stelle schneller als 30 Kilometer pro Stunde fuhren. Nach Aufstellung eines Vorrangschildes sei die Zahl auf 15 Prozent gesunken. Nach Aufstellen der Gabione ist die Zahl aber konstant geblieben.

Um den Verkehr, in der ohnehin als Tempo-30-Zone deklarierten Straße weiter zu beruhigen, hat Roß den Anliegern Sofortmaßnahmen zugesichert. So sollen vor der Eisenbahnbrücke an beiden Seiten Verkehrsspiegel angebracht werden. Auch will man mit Displays, die die gefahrene Geschwindigkeit anzeigen, die Autofahrer sensibilisieren. Zusätzlich sollen verstärkt Radarkontrollen durchgeführt werden.

Roß erklärte weiter, dass die Anliegerversammlung am Mittwochabend sehr konstruktiv verlief und sinnvolle Vorschläge eingebracht wurden, die im Einzelnen mit Polizei und Ordnungsamt jetzt geprüft werden. In einer weiteren Anliegerversammlung will Roß die Ergebnisse vorstellen. „Damit die Gabione nicht ganz umsonst angeschafft wurde, wird sie andernorts in der Gemeinde, außerhalb von Verkehrsräumen, als Gestaltungselement einen neuen Einsatz finden“, erklärte er abschließend.

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