Spende für Mentoren-Projekt

Ikea fördert Kaufunger Verein „Jumpers“ mit 50.000 Euro

Zukunft von Kindern im Blick: Tom Meyer, Chef des Kasseler Ikea-Hauses (links), Thorsten Riewesell und die Mentoring-Projektleiterin Elena Georg kämpfen um mehr Chancen für benachteiligte Schüler. Foto: Dilling

Kaufungen / Kassel. Die schwedische Möbelhaus-Kette Ikea gibt es in Deutschland seit 40 Jahren. Dieser „Geburtstag" ist jetzt auch für viele Schüler in Fuldatal, Kaufungen und Kassel ein Grund zu feiern.

Die Ikea-Stiftung schiebt mit einer Spende von 50 000 Euro ein Mentoren-Projekt des Kaufunger Bildungsvereins „Jumpers - Jugend mit Perspektive" an, das seit einem Jahr benachteiligte und lernschwache Schüler intensiv betreut und mit Nachhilfe und Praktika unterstützt.

Thorsten Riewesell - ein Theologe, der früher in der freien Wirtschaft gearbeitet hat - hat den Verein Jumpers vor vier Jahren in Kaufungen gegründet. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, benachteiligten Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten zu helfen und christliche Werte zu vermitteln. Unter anderem betreibt Jumpers im Kasseler Stadtteil Süsterfeld / Helleböhn offene Jugendarbeit und eine Krabbelgruppe.

Vor drei Jahren hat der Verein sein - schon mit zwei Preisen ausgezeichnetes - Mensch-Mentoring-Programm gestartet, das benachteiligten Schülern zu mehr Chancen bei der Schulkarriere und beim Job- einstieg verhelfen soll. Auftakt war in der IGS Kaufungen mit Schülern ab der 8. Klasse.

Die ehrenamtlichen Mentoren werden von Jumpers ausgebildet, kümmern sich um das soziale Umfeld der Schüler, um Nachhilfe und Praktikumsplätze. „Unsere Mentoren kommen überwiegend aus der regionalen Wirtschaft“, sagt Vorsitzender Riewesell. Die 45 derzeit betreuten Schüler kämen oft aus schwierigen finanziellen und sozialen Verhältnissen.

Das Programm sei überaus erfolgreich, sagt der Jumpers-Vorsitzende. Die bisher Betreuten hätten mindestens einen Hauptschulabschluss erreicht. Nun soll das Projekt auch auf Grundschüler ausgedehnt werden. Die Lindenberg-Schule in Kassel macht den Anfang.

Damit steige aber auch der Finanzbedarf. „Wir brauchen einen Etat von 100 000 Euro im Jahr“, berichtet Riewesell. Die Nachfrage von Schulen sei höher, als Plätze angeboten werden könnten.

Ikea Kassel hatte im Rahmen seiner Jubiläumsaktion „Samla Mit“ im Oktober die Kunden um eine Spende für das Jumpers-Projekt gebeten. Den Betrag hatte die Ikea-Stiftung dann verzehnfacht und aufgerundet. (pdi)

Info: www.jumpers-netz.de

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