30.000 Euro fehlen noch

Im Sommer ist das Lossehaus in Niederkaufungen fertig

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Mit vereinten Kräften: Hans-Joachim Jordan, Herbert Brethauer, Andreas Völker, Kai Hollstein und Kai Wippermann haben die alte Dachverkleidung des Saals entfernt. Später wird auch eine neue Decke eingezogen.

Kaufungen. Nach gut zwei Jahren Umbauzeit geht die Sanierung des ehemaligen Gasthauses Allmeroth in Niederkaufungen auf die Zielgerade.

Am Wochenende erledigten Freiwillige aus der Kirchengemeinde die letzten Abrissarbeiten im ersten Stock, dem ehemaligen Saal, und bereiteten alles für die Trockenbauarbeiten vor.

Handwerker ziehen neue Wände ein, hängen die Decke ab, verlegen einen neuen Fußboden und Fliesen, dämmen die Wände und installieren Toiletten. Währenddessen herrscht im bereits sanierten Erdgeschoss bereits das pralle Leben. Hier ist das Lossehaus bereits ein beliebter, oft besuchter Treffpunkt nicht nur für das kirchliche Leben des Dorfes geworden. Im Sommer, so hofft Pfarrer Gottfried Bormuth, soll alles fertig sein. Dann wird im Lossehaus Einweihung gefeiert.

Am Ende werden 900 000 Euro in das Lossehaus und dessen Kauf geflossen sein und 450 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen. Ein stolzer Geldbetrag, der sich aber lohne, sagt Bormuth, der auch am Wochenende wieder selbst beherzt mitarbeitete.

Denn dieser Betrag hätte nicht annähernd ausgereicht, um ein Gemeinschaftshaus neu zu bauen. Und das brauchte die Kirchengemeinde dringend. Angesichts von 250 Menschen, die sich regelmäßig in verschiedenen Gruppen und Arbeitskreisen treffen, platzte das alte Gemeindehaus neben der Kirche aus allen Nähten, war man häufig auf provisorische Treffpunkte angewiesen.

Pfarrer packt mit an: Gottfried Bormuth freut sich, dass die neuen Sprossenfenster schon eingebaut sind. Die Wände des Gaststättensaals sollen noch eine mehrere Zentimeter dicke Dämmung erhalten. Die Spanplatten sind zur Orientierung für den Trockenbauer eingefügt worden.

Dennoch war das ehrgeizige Projekt der Kirchengemeinde nicht risikolos. „Es ist erstaunlich, wie weit wir gekommen sind“, sagt Pfarrer Bormuth. Geholfen haben die großzügige Förderung mit EU- und weiteren öffentlichen Mitteln, ein Kreis von 40 Ehrenamtlichen, die am Bau mit anpacken, sowie die Spenden der Bevölkerung im sechsstelligen Bereich und zahlreicher Großsponsoren aus der regionalen Wirtschaft. Dennoch wurde es am Ende noch eng: Den geplanten Anbau an den Saal für Toilettenanlagen musste Bormuth aufgeben, weil das eine Finanzierungslücke von 40 000 Euro aufgerissen hätte.

30 000 Euro fehlen noch

„Jetzt errichten wir die Toiletten im neuen Eingangsbereich des Saals. Das kostet kaum Nutzfläche“, erklärt der Pfarrer. Dennoch fehlen noch 30 000 Euro, die Bormuth durch weitere Spenden aufzubringen hofft. Mehrere Zusagen habe er schon.

Im Saal, der einen separaten Zugang von außen erhalten wird, sind die Grundrisse für die Raumaufteilung schon sichtbar. Ein Jugendraum, Räume für Eltern-Kind-Kreise, für Seminare sowie eine Küche werden entstehen. Im Rahmen der Mitmach-Kirche, einem neuen sonntäglichen gemeinsamen Freizeitangebot für Kinder und Eltern, wird der Saal jetzt schon mit genutzt. „Da kommen bis zu 120 Leute. Dieses Angebot ist richtig eingeschlagen“, freut sich der Pfarrer.

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