Tier hatte sich auf Terrasse verirrt

In den Pool gefallen: Rehbock paddelte um sein Leben

Kaufungen. Dramatische Bilder hat die Überwachungskamera eines Einfamilienhauses in Niederkaufungen eingefangen: Ein Rehbock verirrt sich auf die Terrasse, verwechselt die Abdeckplane des Swimmingpools mit festem Untergrund und stürzt ins Wasser.

Das Tier kämpft um sein Leben, versucht, auf den Beckenrand hinauf zu kommen, hat aber keine Chance.

Bereits Anfang Juni hat es diese dramatischen Szenen gegeben. Und jetzt hat sich der Hausbewohner an die Überwachungskamera erinnert und die Aufnahmen nach den ungewöhnlichen Sequenzen durchforstet. Er wurde fündig und hat sie uns zur Verfügung gestellt.

Der Mann, dessen Name der Redaktion bekannt ist, erinnert sich: Es war 9 Uhr. „Meine Frau hat aus dem Fenster geschaut und gesehen, dass da was im Pool ist.“ Zuerst siehtsie nur die beiden Hörner des Rehbocks, dann geht sie raus, um genauer nachzusehen. Wie auch auf den Bildern der Überwachungskamera zu sehen ist, paddelt das Tier verzweifelt durchs 1,50 Meter tiefe Wasser. Immer wieder kommen ihm die Abdeckplane und deren Befestigungsseile in die Quere und behindern es zusätzlich. Mehrfach versucht das Reh, aus dem Becken zu steigen, hebt den Kopf und legt ihn auf den Rand.

Die Poolleiter ist zu steil für das Tier.

Weil ihr Mann im Büro ist, ruft die Hausbewohnerin den Nachbarn an, einen Jagdpächter. Zum Glück für den Rehbock: Der Mann überlegt nicht lange, greift das Tier an den Hörnern und zieht es aus dem Pool.

Damit das Reh in seiner Panik nicht wieder Richtung Dorf läuft, hält der Nachbar es fest. Zusammen mit seinem Gärtner fixiert er den Bock mit einem Netz wie es beispielsweise für offene Autoanhänger genutzt wird. Darin tragen die beiden Männer das Reh in den wenige Meter entfernten Wald und lassen es dort frei. „Da ist es dann fröhlich losgelaufen.“ Verletzt ist es nicht.

Anhand der Aufnahmen aus der Überwachungskamera hat der Hausbewohner errechnet, dass das Reh etwa fünf Minuten um sein Leben geschwommen ist. „Wenn meine Frau das nicht gesehen hätte, wäre es gestorben.“ Er geht davon aus, dass das Tier zuvor bereits durch den Ort geirrt ist. Auch eine Nachbarin hatte es auf ihrer Terrasse gesehen. Fotos: Privat/nh

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