Jetzt wird über A44 im unteren Lossetal verhandelt

Streitpunkt Kassel-Ost: Beim Bau des Autobahn-Dreiecks Kassel-Ost zum Anschluss der A 44 an die A 7 sollen die bestehenden Auf- und Abfahrten wegfallen. Aus Kaufungen, Kassel, Niestetal und Lohfelden gibt es heftigen Widerstand dagegen. Archivfoto: Ketteritzsch

Kaufungen/Helsa/Wiesbaden. Die angekündigten Sondierungsgespräche über die A44-Planung im unteren Lossetal sind am Dienstag in Kaufungen begonnen worden.

Am Vormittag kamen Vertreter des hessischen Verkehrsministeriums, von Hessen Mobil, den Kommunen Kaufungen, Helsa, Niestetal und Lohfelden, von Stadt und Landkreis Kassel sowie Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden zusammen. Die 22 Teilnehmer tagten zweieinhalb Stunden im Kaufunger Rathaus und verständigten sich auf das künftige Vorgehen.

Während dieser ersten Sitzung der sogenannten Lenkungsgruppe wurde laut Ministeriumssprecher Marco Kreuter vereinbart, „konstruktiv zusammenzuarbeiten und die unterschiedlichen Sichtweisen allgemeinverständlich und nachvollziehbar in den Abstimmungsprozess einzubringen“. Dabei wolle man auch entgegengesetzte Meinungen anhören und die Argumente Dritter ernst nehmen.

Das nächste Treffen der Lenkungsgruppe ist für Ende Februar vorgesehen. Dort sollen gemeinsame Leitlinien für den weiteren Abstimmungsprozess verabschiedet werden.

Protokolle im Internet 

Bei den Gesprächen sollen fachliche Themen im Vordergrund stehen. Die Lenkungsgruppe hat dafür folgende Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich Anfang 2015 erstmals treffen:

• Naturschutz, Landwirtschaft und Forst,

• Lärmschutz und Schutz vor Luftschadstoffen,

• Anschlussstelle Kassel-Ost und Umleitungsverkehr und Verkehrsbelastung im westlichen Abschnitt sowie

• Umleitungsverkehr zwischen Kaufungen und Helsa sowie Trassenvarianten.

www.mobil.hessen.de

Für Erhalt der B7 

Die Teilnehmer des Treffens wollten sich anschließend nicht über den Verlauf des Gesprächs äußern. Stattdessen wurde die gemeinsame Erklärung veröffentlicht.

Die Verhandlungen gehen auf eine Zusage des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir (Grüne) zurück; der hatte im März bei einem Besuch in Kaufungen den betroffenen Kommunen mehr Transparenz bei der Autobahn-Planung und einen Dialog angeboten. Damit folgte er jahrelangen Forderungen aus Kaufungen und Helsa, an den Planungen beteiligt zu werden. Vorgänger Florian Rentsch (FDP) hatte dies abgelehnt.

Hauptforderungen sind der Erhalt der Anschlussstelle Kassel-Ost, der Erhalt der B 7 als Umleitungsstrecke und ein verbesserter Lärmschutz für die Anwohner.

Von Holger Schindler

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