Jugend profitiert von Berufswahlbüro an der IGS Kaufungen

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Riesenschraube: Constanze Eisenbrand (von links), Arne Lange (beide Auszubildende im dritten Lehrjahr bei Lange & Co in Kassel) und Firmeninhaber Stefan Lange stellten im Berufswahlbüro der IGS Kaufungen ihr Unternehmen vor. Mit dabei waren Jutta Emde (Koordinatorin des Berufswahlbüros) und Christoph Illner von der IGS. 

Kaufungen. Handwerker! Die sind ein frühes Völkchen. „Deshalb geht der Betrieb bei uns schon um 7 Uhr los“, erzählt Arne Lange (21) den Schülern im Berufswahlbüro der Integrierten Gesamtschule Kaufungen (IGS).

Er macht eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei Lange & Co. in Kassel, ein Fachgroßhandel für Verbindungs- und Befestigungstechnik, Werkzeug- und Industriebedarf. Kurz gesagt: Schrauben, Dübel und Co.

Firmeninhaber Stefan Lange hat die kleinste und größte Schraube aus seinem Sortiment mitgebracht, mit dem er gewerbliche Kunden wie Handwerker bedient. „Rund 20 000 Artikel haben wir auf Lager“, berichtet Constanze Eisenbrand (20), die gemeinsam mit Arne die Ausbildung macht. Stefan Lange ist mit seinen Azubis im Berufswahlbüro zu Gast, um den Betrieb und Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmanns vorzustellen. Mucksmäuschenstill lauschen die Schüler ihren Erzählungen.

Praktiker-Teams wie diese sind das Herz des Berufswahlbüros: Sie geben einen Einblick in Berufe und den Alltag von Betrieben. „Das richtige zu finden, ist gar nicht so einfach“, sagt die Koordinatorin des Berufswahlbüros Jutta Emde. Seit Mai 2013 begleitet sie Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 beim Übergang von der Schule in den Beruf. „Ziel ist es, sie zu unterstützen bei der Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche oder der Entscheidung für eine weiterführende Schule.“

Für Stefan Lange ist die gute Ausbildung junger Menschen eine Herzensangelegenheit. Sein Ziel: „Azubi und Betrieb passgenau zusammenzubringen“. Das garantiere eine erfolgreiche Ausbildung. „Es ist wichtig, darzustellen, um was es in einem Beruf geht und was erwartet wird.“ Er selbst sucht derzeit einen Azubi und bietet Praktika an, was bei den Schülern auf reges Interesse stieß.

„Für uns ist das Berufswahlbüro eine große Unterstützung“, sagt Sarah Batz (15). Sie besucht die 10. Klasse, wie Tobias Krech (16) und Paul Anton (16). „Es kann allen helfen, die keine Ahnung haben, was sie machen wollen“, sagt Tobias. Er sucht noch nach einem Ausbildungsplatz und kann sich gut vorstellen, sich bei Lange zu bewerben: „Das hört sich spannend an.“ Paul nimmt oft an den Veranstaltungen teil: „Wir bekommen in der Schule vieles mit, aber es ist etwas anderes, wenn Arbeitgeber erzählen.“

Die Schüler sind sich einig, hier eine Menge Tipps zu bekommen: „Zum Beispiel für Bewerbungen und Gespräche mit Arbeitgebern.“ Auch die Eltern fänden diese Initiative gut. „Das gibt es nicht an jeder Schule.“

Christoph Illner, der an der IGS Arbeitslehre unterrichtet, resümiert: „Das Angebot wird gut angenommen. Das Büro ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Betrieben, Schule, Schülern und Eltern.“ Generell habe das Thema Berufsorientierung einen hohen Stellenwert an Schulen erlangt. „Wir sind zu einem wichtigen Ansprechpartner geworden, um bei Entscheidungen zu helfen.“ 

Von Helga Kristina Kothe

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