Plan von CDU-Landratskandidat Weilbach?

Jusos: Baracken für Flüchtlinge?

Kreis Kassel. Die Forderung, Asylbewerber im Kreis Kassel müssten nicht nach „westlichen Standards" untergebracht werden (wir berichteten), stößt auf heftige Kritik bei den Jusos.

Gefordert hatte das der CDU-Landratskandidat Patrick Weilbach (Baunatal).

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Weilbach: Keine Weststandards für Flüchtlinge

„Augenscheinlich war Weilbach noch nie in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und weiß deshalb auch nicht, wovon er redet“, sagte Marcel Brückmann (Niestetal), Chef der SPD-Jugendorganisation im Landkreis Kassel.

Der CDU-Kandidat suggeriere mit seiner Forderung, dass die Unterkünfte der Flüchtlinge Vier-Sterne-Hotels gleichen. Tatsächlich seien die Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis Kassel „nur mit dem Notwendigsten ausgestattet“, sagte Brückmann. Scheinbar habe Weilbach für die Flüchtlinge „Zelte und heruntergekommene Baracken“ im Sinn.

Hinmtergrund: Mindestens eine Dusche für zehn Personen

 

Das Hessische Aufnahmegesetz verpflichtet Landkreise und Kommunen, Flüchtlingen menschenwürdige Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Eine Verordnung regelte bis 2003 beispielsweise, dass für jeweils zehn Personen mindestens eine Dusche oder Wanne sowie für sechs bis acht Personen ein Kühlschrank vorhanden sein muss. „Der Landkreis orientiert sich weiterhin an diesen Vorgaben und überbietet sie zumeist“, sagte Sprecherin Ute Jäger. (ket)

Rubriklistenbild: © dpa

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