Kaufungen: Für Hausbesitzer wird es eng

Kaufungen. Auf die Hausbesitzer Kaufungens kommen in den nächsten Jahren spürbar steigende Abgaben zu. Das am Donnerstag vom Gemeindeparlament mit großer Mehrheit beschlossene Haushaltssicherungskonzept sieht bis 2017 eine deutliche Anhebung der Grundsteuer B in mehreren Schritten vor.

In diesem Jahr, so Bürgermeister Arnim Roß (SPD), wird der Hebesatz noch unverändert bei 350 Prozentpunkten bleiben. 2015 aber soll er auf 395, 2016 auf 430 und 2017 schließlich auf 475 Prozent steigen. Der Durchschnitt im Landkreis Kassel liegt derzeit bei 359 Prozent.

Wie viel der einzelne Hausbesitzer 2017 mehr bezahlen muss, hängt vom Wert des Hauses ab. Für ein durchschnittliches Einfamilien-Haus Baujahr 1952 wären es laut Roß etwa 33 Euro pro Jahr, ein 1971 erbautes Haus käme 85 Euro teurer, ein modernes Gebäude Baujahr 2005 schlüge mit 93 Euro jährlich mehr als heute zu Buche.

Kaufungen reagiert damit auf die verschärften Auflagen des Landes und muss bis 2020 einen ausgeglichenen Etat vorlegen. Seit 2012 erwirtschaftet die Gemeinde Defizite, damals waren es 2,1 Millionen Euro, heute sind es noch 1,1 Millionen Euro, im nächsten Jahr sollen es nur noch 835.000 Euro sein.

Erreicht wurde die Senkung des Defizits durch die Einsparung von acht Planstellen in Verwaltung und Bauhof, aber auch durch Einschnitte im kulturellen und sozialen Bereich. Weiter aber will Roß nicht gehen. Die Abschaffung der Straßenbahn oder die Schließung des Jugendzentrum kämen nicht infrage. (tom)

Rubriklistenbild: © dpa

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