Kaufungen: Keine Verwaltungsgemeinschaft mit Helsa

Verwaltungsehe: Die SPD hat vor einem Jahr eine Verwaltungsgemeinschaft Kaufungen-Helsa ins Gespräch gebracht. Ob sie wirklich kommt, steht in den Sternen. Montage: HNA

Kaufungen/Helsa. Kaufungen und Helsa können enger zusammenrücken: Nach dem Helsaer Votum für eine Verwaltungsgemeinschaft und einem vergeblichen ersten Anlauf hat sich jetzt auch das Kaufunger Parlament für die Prüfung von mehr Zusammenarbeit ausgesprochen.

An der Sitzung im Kaufunger Bürgerhaus nahm auch eine Delegation aus Helsa mit Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) an der Spitze teil.

Der Prozess für die „Prüfung von Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinden“ soll noch in dieser Legislaturperiode beginnen und die bisherigen Überlegungen in der Zusammenarbeit mit Helsa berücksichtigen, hieß es.

Von einer Verwaltungsgemeinschaft, wie sie die Nachbargemeinde anstrebt, ist in Kaufungen allerdings nicht mehr die Rede. Der Antrag aus dem Sommer 2014 sei abgeändert worden, räumte Angelika Großberndt (SPD) ein. Man wolle aber zuerst mit Helsa sprechen, sagte die Fraktionssprecherin, die vor Jahresfrist noch die Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft mit der Nachbargemeinde gefordert hatte.

Wichtig sei, bei Bürgern und Mitarbeitern Vertrauen zu schaffen, aber die Selbstständigkeit und das Dienstleistungsangebot in beiden Gemeinden zu erhalten, unterstrich die Sprecherin der SPD. Um sich einander anzunähern, sollen auf beiden Seiten vielfach besetzte Arbeits- und Lenkungsgruppen gebildet werden. Der Lenkungsebene gehören außer den Bürgermeistern auch die Parlamentsvorsitzenden und Vertreter der Fraktionen an.

Hierin sieht die CDU, die für eine Verwaltungsgemeinschaft mit Helsa ist, aber gegen den SPD-Antrag stimmte, einen falschen Weg: „Es ist originäre Aufgabe der Bürgermeister und nicht der Vertretung, Ideen zu entwickeln und sich mit dem operativen Geschäft zu befassen. Die Verwaltungsspitze müsste prüfen, wo man mit Helsa und Nieste noch mehr zusammenarbeiten könne, sagte Fraktionssprecher Erwin Schmidt.

Sprecher der GLLK sprachen sich für klare Prüfaufträge, wie bezüglich der Einsparpotentiale, Auswirkungen auf den Stellenplan oder Verbesserungen im Bürger-Service, aus. KWG-Sprecher Klaus Höfgen bezeichnete das Verfahren als sehr aufgebläht, stimmte aber für den Antrag. Für die Grünen begrüßte Jochen Lody den Prüfauftrag in der geänderten Form. (ppw)

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