Kirche belebt altes Gasthaus in Niederkaufungen wieder

Erwecken das alte Gasthaus zu neuem Leben: Pfarrer Gottfried Bormuth (von links) und Pfarrer Andres Synofzik. Fotos: Uminski

Kaufungen. Die ehemalige Gaststätte Allmeroth in Niederkaufungen bekommt wieder Leben eingehaucht. Die Kirchengemeinde lädt einmal im Monat nach dem Gottesdienst zum Essen ein.

Kaufungen. Während die Kinder um die Tische flitzen, essen und schnuddeln die Erwachsenen ausgelassen beim warmen Nudelauflauf. Zum Nachtisch gibt es eine große Auswahl an Puddings und andere klebrige Leckereien. Seit sieben Jahren treffen sich die Gemeindemitglieder in Kaufungen ein Mal im Monat nach dem Gottesdienst zum gemeinsamen Mittagessen. Das Essen bereiten abwechselnd verschiedene Hauskreise der evangelischen Gemeinde vor. Seit Oktober 2014 finden die Treffen im Lossehaus, der früheren Gaststätte Allmeroth, an der Mittelstraße statt. Im vergangenen Jahr hatte die evangelische Kirchengemeinde den einstigen Festsaal gekauft.

„Die Kirchengemeinde ist sehr lebendig und offen - man fühlt sich sofort angenommen“, sagt Sabine Friedrich. Die 39-jährige Kaufungerin hat mit ihrem Hauskreis das einladende Essen für die rund 120 Gäste an diesem Sonntag zubereitet. Kirchenälteste Christa Blumenstein freut sich sehr über das Lossehaus. „Da kommen alte Erinnerungen hoch - ich habe beim Krippenspiel hier als kleines Kind mitgemacht.“ Cora Mecke ist vor Kurzem von Kassel nach Kaufungen gezogen und findet den Umbau des Lossehauses sehr gut.

„Man hat gesehen, dass das Gemeindehaus aus allen Nähten platzt.“ Es sei für alle selbstverständlich, bei dem Projekt mit anzupacken, betont die 33-jährige Sabrina Beyer.

Genießen das gemeinsame Mittagessen nach dem Gottesdienst im Lossehaus, der ehemaligen Gaststätte Allmeroth: Mirko Friedrich (41 Jahre, von links), Jannis (7 Jahre), Zoe (7 Jahre), Sabine Friedrich (39 Jahre), Christiane Bretthauer (39 Jahre), Lena (6 Jahre) und Heike Graap (53 Jahre).

Seit Anfang Oktober des letzten Jahres finden diese regelmäßigen Treffen nach dem Gottesdienst nun im Lossehaus statt. Das in die Jahre gekommene Fachwerkhaus steht bisher den Gemeindemitgliedern nur im Erdgeschoss zur Verfügung. „Das Obergeschoss ist noch gesperrt, weil es den modernen Brandschutzauflagen nicht entspricht“, sagt Pfarrer Andres Synofzik. Die evangelische Kirchengemeinde freue sich über den neu gewonnenen Platz. „Das Gemeindehaus war viel zu klein“, sagt der Pfarrer. Gerade auch weil die Beteiligung der Gemeindemitglieder stetig wachse.

Um die ehemalige Gaststätte wieder zu neuem Leben zu erwecken, benötigt die evangelische Kirchengemeinde noch Spenden. Insgesamt fallen für die Renovierungsarbeiten 470 000 Euro an. „60 000 Euro an Spenden werden noch benötigt.“

Das Erdgeschoss kann weiterhin als Veranstaltungsort für Feste und Vereine genutzt werden. Das Dachgeschoss wird neu gestaltet. „Es entsteht ein Jugendraum für Niederkaufungen, ein Raum für die Eltern-Kind-Gruppe, Tagungsräume, ein Seelsorge-Raum mit einer kleinen Kapelle und eine Mitarbeiterbibliothek“, so Synofzik.

Die Renovierung ist in drei Bauabschnitten geplant. Losgehen soll es nach den Sommerferien mit der Instandsetzung des Gebäudes, einer feuerfesten Renovierung des unteren Saales und der vorläufigen Herrichtung der oberen Räume. Im zweiten Bauabschnitt soll der Saal im Obergeschoss mit flexiblen Trennwänden für die Räume und einer feuerfesten Decke neu gestaltet werden. Im letzten Arbeitsabschnitt sollen kleinere Räume über der Scheune hergerichtet werden.

Von Johanna Uminski

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