Noch nie wählten so viele ein Last-Minute-Ticket

Knapp 1000 Teilnehmer bei Silvesterlauf in Kaufungen

Kaufungen. Strahlende Sonne, knackige Kälte. Das Winterwetter zeigte sich beim 44. Silvesterlauf der Laufgemeinschaft (LG) Kaufungen wie aus dem Bilderbuch.

Knapp 1000 Läufer aller Generationen ließen das Jahr auf schnellen Sohlen ausklingen. Und noch nie wählten so viele ein Last-Minute-Ticket. Nur 580 Teilnehmer hätten sich im Vorfeld im Internet angemeldet, berichtete Vorsitzender Jürgen Christmann. Die Kurzentschlossenen drängten sich schon eine Stunde vor dem ersten Start an den Tischen in der Aula der Gesamtschule, an denen die Helfer der LG das Startgeld kassierten, Startnummern und Traubenzucker als Wegzehrung ausgaben. Neben den echten „Cracks“ aus der Region gingen auch viele Neulinge an den Start. 

Laufen vor Silvesterfeier 

Darunter war Cornelia Eberhardt. „Ich habe mich für den Halbmarathon 2017 in Kassel angemeldet. Ich möchte hier testen, wie sich die Atmosphäre bei einem Rennen anfühlt“, sagte die junge Schauenburgerin. Ihren Mann Ronald brachte sie zur moralischen Unterstützung mit. „Ich feuere meine Frau an“, sagte er. Abends wollte das Paar dann mit der Tochter zu Hause in Ruhe den Jahreswechsel feiern. 

Fröhlich bunte Truppe: Die Läufer der Marathon-Abteilung des KSV Baunatal gehörten mit zu den stärksten Teilnehmergruppen.

Während sich die besten Läufer der Region schon draußen vor der Schule warmliefen, blieb eine Teilnehmerin ganz gelassen im Warmen vor den Umkleideräumen und sah zu, wie sich ihr Herrchen Detlef Ernst die Startnummer umband: Die Hundedame „Jara“, Suchhund des DRK-Kreisverbands Kassel-Wolfhagen lief die 7,7 Kilometer lange Strecke an der Leine. „Um ihre Kondition mache ich mir keine Sorgen“, sagte der Hundeführer. 

Spaß beim Laufen 

Wie immer war der Silvesterlauf ein Riesen-Gaudi, bei dem die Zeiten nicht so wichtig waren wie bei den übrigen Laufevents des Jahres. Die wiederum starke Truppe der Marathon-Abteilung des KSV Baunatal zog sich lieber in den Schminkraum zurück, als sich für das Rennen aufzuwärmen. Die Läufer gingen im Dutzend als Biene Maja oder als blau bemalte Schlümpfe an den Start. 

Auch Asterix und Obelix wurden gesehen, viele Läufer der Laufgemeinschaft Vellmar verkleideten sich mit karnevalstauglichen, bunten Perücken. Läuferinnen des PSV Grün-Weiß aus Kassel traten mit Spitzhüten und Hexenbesen an. Letzterer soll ja bekanntlich Flügel verleihen. 

So manch einer der Läufer versorgte sich schon vor dem Start mit Berlinern, um den Zuckerspiegel in die Höhe zu treiben. Immerhin wurden 300 Berliner vor und nach den Starts verdrückt. Und als die Senioren starteten, plünderten bereits die früher gestarteten Kinder und Jugendlichen das Kuchenbuffet. „Letztes Jahr ist noch nicht einmal ein Kuchenblech übrig geblieben“, sagte Sabine Guthardt, die als Helferin am Buffet gut zu tun hatte.

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