85 Meter lang und 37 Meter hoch

Kaufunger Firma baut eine Brücke für die Puma-Firmenzentrale

Beim Verladen: Peter Simon (links) und Lademeister Andreas Bauer haben gestern mit weiteren Mitarbeitern von Stahlbau Lamparter die beiden Teile des 37 Meter langen Pylons der Brücke für das Puma-Hauptquartier auf Schwertransporter verladen. Foto: Schachtschneider

Kaufungen. Die Kaufunger Stahlbaufirma Heinrich Lamparter baut für den Sportartikelanbieter Puma ein Prestigeobjekt. Womöglich sprintet der Puma-Werbeträger  Usain Bolt künftig in der Brücke aus Kaufungen.

Eine 85 Meter lange Brücke wird die Firmenzentrale in Herzogenaurach mit einem Neubau verbinden.

Puma baut, und Lamparter ist dabei. Das Stahlbauunternehmen aus Kaufungen errichtet für den Sportartikelhersteller in Herzogenaurach eine Brücke. Sie überspannt eine vierspurige Straße und verbindet einen Neubau mit der Firmenzentrale.

Für Puma wie für Heinrich Lamparter ist es ein Prestigeprojekt: Während der Sportartikelanbieter sein Hauptquartier aufpoliert, beweist das Kaufunger Unternehmen wieder einmal, dass es besondere Herausforderungen übernehmen kann: Schon die Größe der 85 Meter langen Brücke, die an einem einzelnen, 37 Meter hohen Pylon aufgehängt wird, ist etwas Besonderes. „Das Highlight ist, dass wir die Brücke ohne lange Straßensperrungen direkt vor Ort zusammenbauen“, erklärt Lamparter-Geschäftsführer Claus-Peter Hartmann.

Dafür werden die vier Elemente der Brücke in Kaufungen fast vollständig vormontiert - inklusive Glaswänden, Dämmungselementen und Estrichboden. In Herzogenaurach werden die gut 20 Meter langen Teile nur noch an zwei Wochenenden in die Seile des Brückenpylons eingehängt. Die wichtige Verkehrsader der Sportstadt muss nur jeweils kurz gesperrt werden. „Das kommt beim Kunden gut an“, sagt Hartmann.

So soll die Brücke aussehen: Das Bauwerk, das Lamparter Stahlbau fast vollständig vormontiert anliefert, wird die beiden Gebäude des Puma-Hauptquartiers miteinander verbinden. Dazwischen verläuft der vierspurige Hans-Ort-Ring. Grafik: Puma/nh

Doch das wird erst im Frühjahr passieren, wenn der Puma-Neubau fortgeschritten ist und ruhiges Wetter die Fertigstellung der Brücke erlaubt. An diesem Wochenende wird zunächst der Brückenpylon aufgestellt. Die zwei 34 Meter langen Stahlträger sind am Donnerstag auf zwei Schwertransportern von Kaufungen nach Herzogenaurach gefahren worden. Am Samstag werden zwei Mobilkräne die Konstruktion aufrichten.

Die große Länge und das hohe Gewicht sind eine besondere Herausforderung, sagt Projektleiter Andreas Chwala: „Den Aufbau müssen wir mit viel Ruhe und Gelassenheit angehen.“

Stahlbau Lamparter baut Brücke für Sporthersteller Puma

Doch mit komplizierten Konstruktionen hat Lamparter seine Erfahrungen. Vor allem die Kombination aus Stahl und Glas habe ihre Tücken, sagt Hartmann: „Das sind zwei Materialien, die schlecht harmonieren.“ Alles muss genau zueinander passen, sonst gibt es bei der Montage Probleme. Doch bei Lamparter ist man zuversichtlich, dass sich am Ende alles exakt zusammenfügt.

Die Brücke in Zahlen

4 mal vier Meter messen die vier Brückenteile im Querschnitt. Größer dürften sie auch nicht sein, um in Kaufungen fast vollständig vormontiert zu werden. Bei mehr als 4,50 Metern Höhe passt ein Sondertransport nicht mehr unter Brücken hindurch.

9,58 Sekunden brauchte Usain Bolt für seinen Weltrekord über 100 Meter. Womöglich sprintet der Puma-Werbeträger künftig in der Brücke aus Kaufungen: Der Sportartikelhersteller überlegt, in der Brücke eine Laufbahn zu verlegen. Für den Hallensprint über 60 Meter wäre die Brücke mit 85 Metern sogar lang genug.

37 Meter hoch ist der Pylon inklusive Fundament. Damit überragt die Brücke künftig alle Gebäude der mittelfränkischen Stadt die Kirche liegt weiter unten im Tal, berichtet Lamparter-Projektleiter Andreas Chwala.

173 Tonnen schwer wird die Brücke, die das neue Puma-Verwaltungsgebäude mit dem Altbau auf der anderen Seite des vierspurigen Hans-Ort-Rings verbindet. Allein der Stahlpylon, der die Konstruktion halten wird, wiegt 54 Tonnen.

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